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Social Media Check – Wie tickt die Schweizer Luxusuhren-Branche – Teil 3

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Bereits in den Jahren 2017 und 2018 haben wir Rolex, Tissot und Co. unserem Social Media Check unterzogen. Auch im 2019 werfen wir einen genaueren Blick auf die Luxusuhren-Branche. Geht das Traditionshandwerk mit der Zeit oder ist es stehengeblieben? Wir haben die Veränderungen und Trends für euch zusammengefasst.

Kaum ein Handwerk wird so stark mit der Schweiz in Verbindung gebracht wie die Uhrmacherei. Schweizer Uhren stehen für Prestige, Genauigkeit und Qualität. Ihren Ursprung hat die Uhrmacherei in Genf und breitete sich bald über die ganze Jurakette aus. Ganze 96% der Schweizer Uhren «Made in Switzerland» sind allein für den Export bestimmt und sind somit ein enorm wichtiger Sektor in der Schweizer Exportwirtschaft. Doch kann das Schweizer Traditionsprodukt den hohen Anforderungen auch auf Social Media gerecht werden.

1. Die Schweizer Luxusuhren im Check

2. Social Media in der Uhrenbranche nicht mehr wegzudenken

Social Media hat in die Kommunikations- und Marketingabteilungen der Schweizer Uhrenmarken Einzug gehalten. Alle Marken im Check sind auf den grössten Social Media Plattformen vertreten. Dies mag zum heutigen Zeitpunkt nicht sonderlich speziell klingen. In unserem Check im Jahr 2017 sah die Channel-Nutzung allerdings noch anders aus. Pinterest und Twitter wurden von 80% der Unternehmen bewirtschaftet. LinkedIn und Instagram nutzten 9 der 10 getesteten Uhrenmarken. Nicht gross verändert hat sich jedoch die Facebook und YouTube Nutzung. Die beiden Kanäle wurden bereits im Jahr 2017 von allen Unternehmen im Check aktiv genutzt und gehören noch immer zu den wichtigsten Kommunikationsplattformen. Spezielle Aufmerksamkeit verdient Twitter: Während vor 2 Jahren die aktive Bewirtschaftung des Kanals noch selten war, nutzen die Schweizer Uhrenmarken im Jahr 2019 Twitter deutlich aktiver.

3. Rolex dominiert auf Facebook, Instagram und YouTube

Wie bereits im Vorjahr führt Rolex erneut die Liste der Uhrenbrands auf Facebook an. Die Dominanz von Rolex kommt nicht von Ungefähr: Das Unternehmen bewirtschaftet Facebook mit hochwertigem Content. Vor allem die Kooperationen mit bekannten Persönlichkeiten im Bereich Golf, Tennis, Segel- und Motorsport tragen zum Erfolg von Rolex auf Facebook bei. Die Follower erhalten interessante Einblicke hinter die Kulissen von Events und werden nicht ausschliesslich den klassischen Uhrenbildern ausgesetzt. Auch auf Instagram und YouTube dominiert Rolex mit dieser Strategie. Bei Twitter hingegen ist Hublot an erster Stelle. Hochwertige, regelmässige Postings sind hier der Schlüssel zum Erfolg. Ähnlich wie Rolex setzt Hublot auf die promintente Platzierung ihrer Kooperationspartner, hauptsächlich im Bereich Fussball. Auf LinkedIn und Pinterest kann Cartier die meisten Follower für sich gewinnen. Im Gegensatz zur Konkurrenz veröffentlicht Cartier auf LinkedIn aussergewöhnlich viel Videocontent, was der Community zu gefallen scheint. Ein besonderes Augenmerk hat der Pinterest Account von Cartier verdient. Die Pins sind allesamt in ein Farbkonzept eingegliedert, wodurch Cartier innert eines Jahres über zwei Millionen neue Follower generieren konnte.

4. Enormer Follower-Anstieg bei Patek Philippe

Patek Philippe erzielte auf Facebook ein enormes Wachstum von über 200%. Vor einem Jahr hatte die Uhrenmarke rund 14’000 Follower auf Facebook. Mittlerweile sind es über 44’000 Follower. Weshalb der rasante Anstieg erfolgt ist, bleibt ein Rätsel, denn die Facebook-Page enthält keine Posts. Womöglich generierte die Marke durch andere Marketingmassnahmen genügend Aufmerksamkeit, um die Followerzahl dermassen ansteigen zu lassen. Auf dem zweiten Rang platziert sich Hublot. Das Unternehmen konnte 16% mehr Follower an sich binden, als noch im Vorjahr. Die Uhrenmarke besticht durch einen hochwertigen Auftritt, welcher auch Platz lässt für Menschen und Hintergrundinformationen. Breitling belegt den dritten Platz und sticht in Bezug auf den Content ein wenig aus der Masse hervor. Die Facebook-Page ist erstaunlich jung gehalten. Surf-Posts, Sport und Umweltaktionen sind Aufhänger, welche Breitling für sich entdeckt hat. Die Strategie scheint zu fruchten, denn im Vorjahresvergleich konnte die Uhrenmarke über 7% mehr Follower generieren.

4. Reaktionsfreudigkeit noch immer kein Thema

Im Jahr 2017 reagierten Tissot, Longines, IWC und Tag Heuer innert einer Stunde auf Facebook-Nachrichten. Allerdings scheint die Reaktionsfreudigkeit im Jahr 2018 und 2019 keinen hohen Stellenwert mehr einzunehmen. Beinahe alle Unternehmen in unserem Social Media Check haben die Angabe der Reaktionsgeschwindigkeit aus ihrem Facebook-Account verbannt. Lediglich Tissot und Tag Heuer reagieren am selben Tag auf Kontaktanfragen. Weshalb sich die Schweizer Luxusuhren-Marken gegen den Austausch auf Social Media entschieden haben, bleibt die grosse Frage. Es ist aber bedauerlich, denn Schnelligkeit und Kundenorientiertheit sind auf Social Media das A und O.

5. IWC, Hublot und Tag Heuer posten am fleissigsten

Im Bereich der aktiven Social Media Bewirtschaftung darf sich IWC zuoberst aufs Treppchen stellen. Mit monatlich über 140 Posts auf den unterschiedlichen Social-Media-Kanälen ist IWC die aktivste Uhrenmarke. Besonders auffällig: Die meisten IWC-Postings werden auf Twitter abgesetzt und LinkedIn scheint für alle drei Bestplatzierten keine grosse Rolle zu spielen. Tag Heuer kann zum dritten Mal den Platz auf dem Treppchen verteidigen und erreicht mit durchschnittlich 96 Posts im Monat den dritten Platz.

6. Sonstige Branchentrends

Obwohl wir uns in der Auswahl etwas eingrenzen mussten, gibt es einige spannende Facts, die es verdient haben erwähnt zu werden:

  • Bei einigen Uhrenmarken werden noch immer die gleichen Postings für verschiedene Plattformen verwendet. Dieses Crossposting ist nicht ideal, da jede Plattform anders gehandhabt werden sollte. Hier ist sicherlich noch Potential nach oben vorhanden.
  • Viele Posts fokussieren noch immer zu sehr auf das Produkt, simple Produktshots sind keine Ausnahme. Hier besteht noch viel Verbesserungspotential.
  • Lediglich zwei Uhrenmarken betreiben einen Blog. Die Möglichkeiten eines Blogs sind vielfältig und werden von Uhren-Unternehmen noch nicht ausgeschöpft.
  • Pinterest ist für die Schweizer Luxusuhren-Marken eine Plattform mit grossem Potential. Alleine im letzten Jahr konnten die meisten Marken ihre Followerzahlen von ein paar wenigen auf mehrere tausend Follower erhöhen. Im nächsten Social Media Check werden wir sehen, wie sich die Plattform weiterhin entwickelt.

Hast du weitere Anregungen zum Social Media Check oder möchtest du, dass wir die Social Media Performance deines Unternehmens genauer unter die Lupe nehmen? Mit unserem Social Media Check helfen wir dir, deinen Online-Auftritt zu optimieren.

Kategorie:  Social Media

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