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WordPress vs. Drupal – zwei Open Source CMS im Vergleich sowie Vor- und Nachteile

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Im dritten CMS-Vergleich treten wieder zwei Open Source Content Management Systeme gegeneinander an: WordPress vs. Drupal. WordPress wurde 2004 als Blogging-Plattform eingeführt und hat den mit Abstand grössten Marktanteil aller bekannten Content Management Systeme. Drupal gibt es seit dem Jahr 2000 und ist je nach Land und Statistik zumeist das dritthäufigste CMS hinter WordPress und TYPO3. Welches System am besten für dein Website-Projekt geeignet ist, soll dieser Artikel zeigen. Zudem zeige ich einige Vor- und Nachteile der beiden Content Management Tools auf.

Vorteile von WordPress

  • Benutzerfreundlichkeit. WordPress gilt als sehr benutzerfreundlich und bietet somit eine gute User Experience im Backend.
  • Blogging. WordPress war zuerst ein reines Blogsystem. Das spürt man immer noch.
  • Erweiterbarkeit. Es gibt kein anderes CMS das an die Anzahl von Plugins und Themes von WordPress herankommt.
  • Grosse Community. Auch bei Community-Support, spezialisierte Entwickler, Agenturen oder Hersteller von Plugins und Themes ist WordPress ungeschlagen.
  • Kosten: Aufgrund der grossen Community und den vielen Erweiterungen können Projekte günstig umgesetzt werden.
  • SEO: WordPress wird seit Jahren für Google optimiert. Richtig eingesetzt ist SEO für WordPress ein Genuss.
Logo WordPress
Das Logo von WordPress

Vorteile von Drupal

  • Mehrsprachigkeit. Drupal unterstützt ab Version 8 Mehrsprachigkeit als Standardfunktion.
  • Flexible Taxonomien: Drupal besitzt ein sehr flexibles System für Taxonomie, was ideal für den Umgang mit vielen Inhalten ist.
  • Benutzerdefinierte Inhaltsarten und Ansichten. Vielfach werden die benutzerdefinierten Inhaltsarten als flexibler als die benutzerdefinierten Posttypen von WordPress bezeichnet.
  • Erweiterte Benutzerverwaltung. Drupal besitzt ein integriertes Zugriffkontrollsystem, mit dem du neue Rollen mit individuellen Berechtigungen erstellen kannst.
Das Logo von Drupal
Das Logo von Drupal

Kurzvergleich WordPress vs Drupal

 WordPressDrupal
GeschäftsmodellOpen SourceOpen Source
Erweiterungen / Pluginsca. 58’000Über 39’000 (oder über 4’000, mit Drupal 8.x kompatibel)
ThemesÜber 5’000 kostenlose ThemesÜber 2’500 (oder über 250, mit Drupal 8.x kompatibel)
SEOSehr gut. Geeignet durch Einsatz von PluginsGut. Je nach Feature aufwändiger.
E-CommerceVerschiedene ausgereifte Möglichkeiten (z.B. über WooCommerce)Drupal Commerce
BloggingKernfunktionMöglich
SicherheitVon Wartung abhängigVon Wartung abhängig

Geschäftsmodell

Auch in diesem Vergleich haben wir zwei Systeme, welche auf Open Source setzen. Wiederrum gibt es für beide System spezialisierte Agenturen, Entwickler und Hersteller von Plugins sowie Themes. Das führt zu einem Unentschieden.

Plugins und Themes

Die Anzahl an Themes und Plugins von Drupal ist viel geringer als bei WordPress. Wenn man voraussetzt, dass die Erweiterungen mit Drupal 8 und höher kompatibel sein müssen, gibt es nicht mehr so viel Auswahl. Drupal hat ein etwas anderes Ökosystem als WordPress. Während bei WordPress viele Seiten von Nicht-Entwicklern aufgesetzt und supportet werden, ist das bei Drupal weniger der Fall. Wer eine Website mit Drupal im Sinn hat, beauftragt entweder selbst Entwickler oder eine Agentur für die Entwicklung eines individuellen Themes oder Templates. Das empfehlen wir übrigens auch für Websites, welche mit WordPress erstellt werden. Die Vorteile sind in beiden Fällen gleich: geringerer Overhead, schnellere Ladezeit, individuelles Design.

Ich gebe den Punkt an WordPress. Je nach Einsatzzweck und Voraussetzungen könnten einige grössere Unternehmen hier auch ein Gleichstand werten.

SEO

WordPress bietet im Gegensatz zu Drupal schon von Haus aus suchmaschinenfreundliche URLs. Dafür braucht es bei Drupal ein Plugin. Aber auch bei WordPress kann man mit Plugins noch mehr im SEO-Bereich herausholen. SEO ist und bleibt von der Umsetzung abhängig. WordPress hat von Grund auf einen kleinen Vorteil und erhält somit auch diesen Punkt. Der Nachteil von Drupal kann durch kompetente SEOs und Entwickler aber gut ausgeglichen werden.

E-Commerce

Drupal hat mit Drupal Commerce eine eigene Lösung für E-Commerce. Diese eShop-Lösung ist ebenso Open Source und kostenlos wie das CMS selbst. Auch hier gilt wiederrum, dass die Lösung nicht ohne Entwickler installiert und genutzt werden kann.

Für private und kleinere Unternehmen geht dieser Punkt somit an WordPress, das verschiedene benutzerfreundliche E-Commerce Plugins im Angebot hat. So lässt sich mit WooCommerce einiges anstellen. Für grössere Unternehmen mit entsprechend höheren Anforderungen und Bedürfnissen gibt es wiederrum ein Gleichstand.

Blogging

WordPress ist gemacht für Blogging. Drupal kann das selbstverständlich auch, aber wenn es nur um Blogging geht, ist Drupal zu aufwändig und komplex.

Sicherheit

Sowohl WordPress und Drupal sind sicher. Solange Updates zeitnah installiert werden und Best Practices eingehalten werden. Die Hauptursache von erfolgreichen Angriffen bei beiden System sind veraltete oder nicht gewartete Systeme. Deshalb bietet xeit regelmässige Updates und Sicherheits-Checks für alle unsere Kunden an.

Fazit: WordPress vs. Drupal

Wenn es keine spezielle Gründe für Drupal gibt, würde ich dir direkt WordPress empfehlen. Die Zahlen sprechen für WordPress und für kleine bis mittlere Projekte ist WordPress einfach die beste Wahl. Bei sehr grossen Projekten mit einer grossen Anzahl an verschiedenen Inhaltstypen und vielen Beteiligten kommen noch ganz andere Faktoren für die Entscheidungsfindung in Spiel. Da macht es Sinn, in einer vertieften Analyse alle Bedürfnisse und Anforderungen zu sammeln und für genau dieses Projekt die beste Lösung zu suchen.

Wie WordPress im Vergleich mit dem CMS Typo 3 und Joomla abschneidet, findet ihr in früheren Blogposts.

Deshalb wieder meine Empfehlung: Lass dich beraten, finde ein Content Management System, das zu deinen Bedürfnissen und euren Anforderungen passt und vor allem einen guten Partner, der dich dabei unterstützt. Je langfristiger dein Projekt angelegt ist, umso mehr Bedeutung würde ich der Wahl des CMS beimessen. Als WordPress Agentur in Zürich stehen wir dir als kompetenten Partner zur Verfügung. Wir freuen uns über deine Kontaktaufnahme.

Kategorie:  WebsiteWordPress

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