Was treibt die Entstehung von virtuellen Communities an?
Dieser Frage sind wir letzthin im Rahmen des Unterrichts im ISA-Modul nachgegangen. Die Ergebnisse:
- Mehr User im Netz
- Mehr Bandbreite
- Webgeneration wird erwachsen
- Vereine werden virtuell
- Fortschritt Digitalisierung Foto und Film
- Bedürfnis, sich darzustellen
- Konsument wird zum Produzent
- Gesellschaft wir anonymer
- Anwendungen werden einfacher
- Globalisierung
- Lieber zu Hause bleiben
Tja, und warum inszenieren User sich und ihr Privatleben im Internet? Wir lechzen nach Reaktionen (wie viele Views auf Flickr, wie viele Comments im Blog etc.)
Wir kämpfen letztlich für 15 Minuten Berühmtheit.
Guten Tag Herr Künzler
Die Fragen rund um Virtual Communities sind sehr spannend und beschäftigen uns zur Zeit persönlich. Mit “uns” sind zwei Studenten der HSA Luzern gemeint und persönlich deshalb, weil unsere Diplomarbeit um dieses Thema kreist. Leider nehmen wir nicht selber am ISA-Modul teil, sind aber einigermassen auf dem Laufenden bezüglich dessen Inhalt. Gerne würden wir Sie auch direkt für ein paar Fragen angehen.
Doch zurück zu Ihrer Frage. Geht man von der der soziologischen These aus, dass der Mensch von Natur aus ein “soziales Wesen” ist, so lässt sich die Frage relativ einleuchtend beantworten. Der Mensch ist mit der Gesellschaft verwoben und beide bedingen sich gegenseitig. Kommunikation bzw. Interaktion ist die existenzielle Grundvoraussetzung für dessen Orientierung und Entwicklung. So gesehen ist die “Cyberspace-Affinität” des Menschen wohl nur der nächste logische Schritt für dessen Weiterentwicklung. Der Drang zur Selbstdarstellung und Inszenierung sind dabei wohl auch schon immer Teil der menschl. Evolution gewesen. Lediglich der “?bermittlungskanal” hat sich verändert. Dabei dürften die Eigenschaften des Internets (günstiges Verhältnis von max. Anonymität bei gleichzeitiger max. Informationsstreuung) und dessen – weiterhin bestehender – “Pioniercharakter” ihr weiteres dazu beitragen.
Wie gesagt, eine mögliche Antwort von vielen.