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Keyword-Kannibalisierung im SEO

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Ein wichtiger Bestandteil von Suchmaschinenoptimierung sind Keywords. Durch den gezielten Einsatz relevanter Suchbegriffe im Content, URL, Bilder und an anderen Stellen werden die Toppositionen auf den SERPs anvisiert, um möglichst viel des jeweiligen Suchtraffics auf die eigene Website zu leiten. Ein häufig auftretender Fehler in Zeiten des Content Overloads ist Keyword-Kannibalisierung. Was es damit auf sich hat und wieso du es unbedingt vermeiden solltest, erfährst du hier.

Was bedeutet Kannibalisierung im SEO?

Wenn eine Website zu gewissen Keywords nicht oder nur schlecht rankt, kann das vielseitige Gründe haben. Ziel von Suchmaschinen ist es, dem/der Suchenden die bestmögliche Sucherfahrung zu bieten. Diese setzt sich nebst der technischen Komponente der Website rund um Ladezeit und Core Web Vitals und dem websitespezifischen Trustrank von Google dank hochwertiger Backlinks natürlich auch aus der Qualität des Contents zusammen. Kannibalisierung im SEO bezieht sich auf letztere Komponente und dreht sich um Keywords (deshalb auch als «Keyword-Kannibalisierung» bekannt). Dabei ist der Ausdruck «Kannibalisierung» genau so zu verstehen, wie er in anderem Kontext ebenfalls Anwendung findet, nur bezogen auf URLs. Auf SEO übertragen bedeutet das nichts anderes, als dass eine eigene URL eine andere eigene URL verschlingt, genauer gesagt deren Ranking. Dies geschieht dann, wenn du mehrere URLs auf das ein und dasselbe Hauptkeyword optimierst. Betreibst du beispielsweise eine Beratungsfirma für diverse Bereiche des Online Marketings solltest du unbedingt davon absehen, auf mehreren URLs über dein Angebot rund um Suchmaschinenoptimierung zu sprechen. Dies hat einen einfachen Grund: wenn jemand nach einem für deine Suchmaschinenoptimierungs-URL relevanten Begriff googelt, durchforsten die Googlebots innert Millisekunden ihren Index nach den aus ihrer Sicht passendsten Ergebnissen. Diese werden dem/der Suchenden auf den SERPs präsentiert. Wenn du nun auf mehreren Seiten über dasselbe Thema schreibst, können die Googlebots nicht eindeutig bestimmen, auf welcher Seite die googelnde Person wohl am wahrscheinlichsten ihr Bedürfnis stillen wird. Aufgrund der zahlreichen Konkurrenz kann es vorkommen, dass Google dich aus den Top 10 (erste Seite der SERPs) schmeisst und dafür deine Konkurrenz anzeigt, wodurch du im Wettbewerb das Nachsehen hast.

Wieso ist es schlecht, wenn mehrere URLs für dasselbe Keyword ranken?

Dass mehrere deiner URLs für die gleiche Suchanfrage ranken, scheint auf den ersten Blick ideal. Denn je mehr URLs unter den Top 10, desto besser, oder? Theoretisch ja. Allerdings erreicht man für eine bestimmte Suchanfrage nur äusserst selten mit mehreren URLs die Topergebnisse. Dies aus dem Grund, da deine Konkurrenz sicherlich auch auf SEO setzt und du dadurch zahlreiche Mitstreiter hast, welche Google einer suchenden Person natürlich nicht vorenthalten möchte. Somit ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Konkurrent mindestens so gut wie einer deiner beiden URLs ist, ziemlich hoch. Infolgedessen sticht er dich vermutlich aus. Deshalb: Finger weg von Keyword-Kannibalisierung!

Wie Keyword-Kannibalisierung verhindern?

Im Idealfall kommt es bei deinem SEO erst gar nicht zu Keyword-Kannibalisierung. Um dies sicherzustellen, gibt es zwei essenzielle Dokumente: eine Keywordstrategie und einen Redaktionsplan. Mit einer Keywordstrategie definierst du genau, welche Keywords auf welcher URL in welchem Verhältnis (Haupt- und Nebenkeyword) erwähnt werden sollen. Hält man sich strikt daran, kann es gar nie zu Kannibalisierung im SEO kommen. In Ergänzung dazu hilft dir ein Redaktionsplan nicht nur bei der zeitlichen Terminierung deines Contents, sondern auch bei der Bestimmung des Themas und damit der Keywords. Natürlich musst du sicherstellen, dass die vorgesehenen Keywords deines neuen Blogbeitrags nicht an anderer Stelle bereits zum Einsatz kommen, sonst produzierst du nichts anderes als ein Beitrag, der aufgrund von Keyword-Kannibalisierung das Ranking der ersten URL abschwächt.

Wie weiss ich, ob ich mein SEO mittels Kannibalisierung schwäche?

Um herauszufinden, ob dein SEO von Keyword-Kannibalisierung betroffen ist, gibt es mehrere Möglichkeiten. Nachfolgend stelle ich dir drei Optionen vor, die ich häufig nutze.

Überprüfung mittels Wortzähl-Tool

Ein einfacher Weg, das Hauptkeyword eines Textes herauszufinden, ist das Scannen nach Schlagworten/Keywords. Natürlich kann man das auch manuell machen, allerdings dauert das je nach Contentlänge und -menge sehr lange. Zum Glück gibt es Tools wie z.B. https://www.charactercountonline.com/, welche innert Sekunden einen Text auf die Anzahl Erwähnungen pro Wort scannt. Allerdings muss man dies manuell mit jedem Text machen und selbst einen Vergleich der identifizierten Hauptkeywords erstellen, was ziemlich zeitintensiv ist. Zudem erkennt das Tool zB «Online Marketing» nicht als zusammenhängender Begriff, sondern zählt je eine Erwähnung für «Online» und «Marketing».

Einblicke aus Sistrix

Ist man in Besitz einer Lizenz von Sistrix, erleichtert das Tool das Auffinden von Keyword-Kannibalisierung erheblich. So gibt es einen eigens dafür entwickelten Filter, den man in der Keywordansicht aktivieren kann. Innerhalb kürzester Zeit werden das Keyword sowie die betroffenen URLs angezeigt (siehe https://www.sistrix.de/tutorials/keyword-und-url-kannibalisierung-analysieren).

Anwendung von Suchoperator über Google

Der wohl schnellste Weg erfolgt über die Suchanfrage bei Google. Unter den zahlreichen Google-Suchoperatoren gibt es die Möglichkeit, nach URLs einer bestimmten Domain zu suchen, die ein bestimmtes Keyword beinhalten. Der Suchbegriff lautet: site:deine-domain.ch «keyword».

Es gibt sicherlich zahlreiche andere Möglichkeiten, um Content auf Keyword-Kannibalisierung zu scannen. Ich habe mit den oben beschriebenen jedoch gute Erfahrungen gemacht.

Wie Keyword-Kannibalisierung bekämpfen?

Sobald du weisst, dass dein SEO durch Kannibalisierung geschwächt wird, solltest du umgehend Massnahmen zur Behebung einleiten. Das gute an Keyword-Kannibalisierung ist, dass du es vollumfänglich selber bekämpfen kannst – ohne Einfluss der Konkurrenz oder eines Google-Updates. So musst du lediglich sicherstellen, dass jede URL ein eigenes Hauptkeyword bzw. Keywordset hat. Im Beispiel der Online-Marketing-Beraterfirma bedeutet das, dass du genau eine URL zu Suchmaschinenoptimierung, eine zu Google Ads, eine zu Social Media machst usw. Das Prinzip dahinter ist einfach: Je klarer die Abgrenzung von URL 1 zu URL 2 deiner Domain ist, desto grösser sind die Chancen, ins organische Ranking einzusteigen.

Fazit: Mit Planung und Kontrolle gegen Keyword-Kannibalisierung

Wie oben beschrieben, solltest du bei deiner Website unbedingt auf eine Keywordstrategie und speziell im Content Marketing auf einen Redaktionsplan setzen. Diese beiden Instrumente helfen bei der Planung und Zuweisung spezifischer Keywordsets und verhindern das Eintreten von Kannibalisierung im SEO. Durch eine kontinuierliche Kontrolle mittels Tools oder Suchoperatoren in der Google Suche kannst du überprüfen, ob es trotzdem einmal dazu kommt. Sobald du Keyword-Kannibalisierung identifiziert hast, solltest du sogleich mit deren Behebung starten. Das heisst Content umschreiben und jede URL auf ein definiertes Keywordset trimmen. Keyword-Kannibalisierung ist gerade bei Blogs ein weit verbreitetes Problem, welches mit den richtigen Instrumenten jedoch einfach behoben werden kann.

Kategorie:  SEO

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