Ist Podcasting am Ende?

Ich durfte kürzlich als Teilzeit-Dozent an der HSLU die Diplomarbeit über «Corporate Podcasts in der Unternehmenskommunikation: Best Practices aus dem deutschsprachigen Raum» von Patrick Zoll begleiten – und auch bewerten.
Die Arbeit zeigt sehr fundiert Einsatzmöglichkeiten sowie Potenziale von Podcasting – und befragt dazu «podcastende» Firmen sowie Podcast-Experten. Wer die ganze, sehr gut geschriebene Arbeit durchliest, ist zum Schluss von diesem Medium (und Kanal) überzeugt. Vielleicht auch, weil der Autor kritische Aspekte etwas zu stark ausblendet.
Jetzt prognostizieren erste Pessimisten bereits den Untergang von Podcasting (MWGblog und praegnanz.de).
Wer hat Recht? Abstimmen?! Oder/und im Kommentarfeld argumentieren.
Ob Podcasting in der heutigen Form erhalten bleibt, darf man durchaus hinterfragen. MP3-Dateien x-hundert- oder tausendfach auf die Festplatten der Menscheit zu laden ist nicht wirklich effizient.
Ich kann mir zum Beispiel vorstellen, dass künftig im Podcatcher wie iTunes die Podcast-Folgen anzeigt – dass diese aber gestreamt werden statt von der eigenen Festplatte abgespielt. Dass sich bereits heute Streaming (bald auch mobil) und Podcasts (als download) durchaus ergänzen, habe ich bereits hier beschrieben: http://zoll-kommunikation.com/blog/2007/08/podcast-oder-video-audio-streaming.html
Egal wie die Verteilung stattfinden wird – Unternehmen müssen in meinen Augen lernen:
– verstärkt audiovisuell zu kommunizieren
– die Abo-Funktion zu nutzen, denn so entsteht eine enge Bindung über längere Zeit.
– nicht bloss zu informieren, sondern auch zu unterhalten
Da Podcasting von der Verbreitung her technisch sehr einfach ist, bietet es sich geradezu an, damit diese Fähigkeiten anzueignen.