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Blogger-Studie Deutschland und der Vergleich zur Schweiz

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Eine neue deutsche Blogger-Studie zeigt interessante Ergebnisse auf, die ich in diesem Beitrag mit unserer eigene Studie und der Bloglandschaft Schweiz vergleichen möchte.

Wie lange bloggst du schon?

Rund die Hälfte der Befragten bloggt erst seit 0-3 Jahren. Unsere eigene Studie zum Thema Social Media in der Schweiz hat ein ähnliches Bild ergeben. Die Befragten bloggen entweder bereits seit 0-3 Jahren oder sind länger als 6 Jahre dabei.

Mehrere Blogs gleichzeitig

35% der Befragten betreiben 2-3 Blogs gleichzeitig und 21% führen sogar mehr als 5 Blogs. Der klassische Blogger mit einem Blog ist mit 33.6% vertreten. Spannend, ich hätte nicht gedacht, dass ein 1/5 der Befragten mehr als 5 Blogs gleichzeitig führt. Ob dieses Ergebnis in der Schweiz auch so ausfallen würde?

Geld verdienen ja – geplant nein

Das mit dem Geld verdienen ist so eine Sache. In der Schweizer Blogosphäre wird man damit nicht reich, dennoch lassen sich die Kosten für Infrastruktur oder Support gut erwirtschaften. Sei dies nun mit Banner oder vergüteten Blogposts. In Deutschland haben nur 38.2% der Blogger geplant, mit ihrem Blog auch etwas zu verdienen. Die Realität zeigt jedoch, dass über 70% der Blogger effektiv Einnahmen haben. Der Grossteil (63%) bewegt sich hier aber im Bereich von unter 300 Euro monatlich. Das wird auch in der Schweiz nicht viel anders sein, denn im Vordergrund steht für den Privatblogger nach wie vor das Hobby und nicht die Wirtschaftlichkeit.

Huffington Post – ja oder nein?

Gut die Hälfte der Befragten ist sich noch im Unklaren, ob sie das Geschäftsmodell der Huffington Post gutheissen sollen oder nicht. Meine Kollegin Alexandra hat gestern darüber berichtet und Pro und Contra dazu aufgezeigt

Es steht grosses bevor

Bei diesem Punkt sind sich die Befragten fast einig. Denn 71% meinen, dass Blogs in Zukunft noch eine grössere Rolle in der Medienlandschaft einnehmen werden.  Dies kann ich aus Schweizer Sicht nur unterstreichen. Auch wenn das Bloggen laut unserer Studie vor 3-5 Jahren einen kurzen Einbruch erlitten hat, ist seit 2 Jahren wieder ein Aufschwung zu verzeichnen. Es hoffen wohl einige darauf, der nächste Star am Bloggerhimmel zu werden. Hierzu kann ich euch meine 10 Tipps fürs Bloggen empfehlen. 😉

Erotik und Liebe auf Platz 2

Erstaunlich finde ich Platz 2 bezüglich der Themen. Ich frage mich, wie dieses Resultat wohl in der Schweiz ausschauen würde. Auf Platz 1 der Top-Themen findet sich Heim und Garten, Platz 3 belegt Gesundheit und Ernährung. Ich schätze, dass in der Schweiz Platz 1 und 2 nicht so gut vertreten wären und Platz 4-6 (Reisen, Elektronik, Lifestyle) bessere Plätze erzielen würden.

Spannende Ergebnisse, welche ihr in der folgenden Infografik nochmals genau nachlesen könnt. Stimmt ihr mit meinen Einschätzungen überein?

Quelle

Kategorie:  Blog Marketing
4 Kommentare zum artikel

Ich kann die Einschätzung zum wachsenden Stellenwert von Blogs in der Schweiz nur teilen.

Kleinere Blogs werden von namhaften PR-Agenturen schon seit längerer Zeit eingespannt, um “Clippings” zu erzeugen. Aus eigener Erfahrung kann ich aber bestätigen, dass sich die Zusammenarbeit mit Partnern immer mehr professionalisiert.

Viele Firmen scheinen zu entdecken, dass hochqualitative Beiträge und Empfehlungen nachhaltiger sind als einmalige Posts. Es ist auch eine Bereitschaft da, auf längerfristige Beziehungen einzugehen, welche sowohl für Blogger wie auch für Brands von Vorteil sind.

Hi Dimitri… du kennst ja auch beide Seiten, da ist es immer sehr spannend zu sehen, wie sich alles entwickelt. Zudem ist unser Schweizer Markt auch nicht zwingend vergleichbar mit dem Deutschen, da wir einfach eine andere bzw. viel kleinere Reichweite haben und jeder einzelne somit mehr Gewicht erhält. Aber ja, die zunehmende Professionalisierung sehe ich genau so von beiden Seiten und die hilft dem ganzen Business auch. Mehr Qualität statt Quantität!

Da kann ich euch nur beipflichten. Die Kooperationen werden einerseits immer professioneller und andererseits auch vielfältiger. Das ist gut und spannend für die Industrie wie auch für uns Blogger.

Der Satz “Qualität statt Quantität” trifft für den Schweizer Markt genau ins Schwarze. Viele Tourismusbetriebe legen Wert darauf, das man diese als Qualitätsbetrieb und nicht reine Quantität wahrnimmt – entsprechend wichtig ist es, mit den richtigen Blogs zusammenzuarbeiten.

Viele Blogs (Zu denen zähle ich mich auch) lösen heute “PR Wellen” aus. Auf den Social Media Plattformen erhält ein Hotel am Wochenende viel Aufmerksamkeit – welche spätestens am Dienstag wieder abflacht. Hier ist es die Herausforderung der einzelnen Blogger, einen längerfristigen Effekt für Hotels zu erzielen und dies natürlich auch entsprechend zu verkaufen. Nennen Wir es einmal ein “Online-Grundrauschen”, welches Blogger über Ihre Social Media Kanäle erzielen können. Ansonsten wird die Form der aktuellen Zusammenarbeit mit Blogs irgendwann an Reiz verlieren – Qualität vor Quantität… Dafür muss die Industrie erkennen, das Qualität auch etwas kosten darf und muss.

Wobei es meiner Meinung nach zwei klassische Beweggründe für Blogger Kooperationen gibt. Die eine wäre die qualitative Variante, wo es mehr um die PR-Wert geht und die andere die quantitative, wo es in erster Linie um SEO geht. Natürlich kann man Variante zwei, auch qualitativ umsetzen. Und darin besteht auch die Herausforderung der Unternehmen bzw. Agenturen.

Und ja, ich kann dir nur zustimmen, wichtig ist es auch, seine Beiträge zu “verlängern” und die Aufmerksamkeit auf ein Thema aufrecht zu erhalten. Dies kann natürlich durch einen geschickten Einsatz seiner SOME Profile gelingen. Das mit den Kosten finde ich selbstredend und sollte eigentlich auch selbstverständlich sein. Wobei meiner Meinung nach, je nach Blog und Unternehmen, auch geldwerte Gegenleistungen (je nach dem auch in Kombination) ein Thema sind.

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