Jodel – ein Zeitvertreib


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Proud mountaineer

Nein, wir reden hier nicht von der traditionsreichen Bergmusik. Wir reden von einem App. Einem sogenannten Uni-Trash-App, das gerade einen Aufschwung in der Schweiz erlebt. Angefangen bei der Uni St.Gallen, schwappte es gegen Ende 2015 auch auf die Uni Zürich über. Was das App so populär macht und wo ich persönlich die Probleme sehe, lest ihr in diesem Beitrag.

Fun-Faktor

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Der Erfolg der App liegt am einfachen Aufbau und dem riesigen Spass-Faktor. Nachdem man das App gratis heruntergeladen hat, geht es direkt los. Da man anonym auf dem App unterwegs ist, wird eine Registrierung überflüssig. Im Grundsatz geht es darum Statements, Witze oder Feststellungen zu posten. Diese sogenannten „Jodels“ können dann von den anderen Usern herauf oder herab gejodelt werden. Je nach dem wie man selber Jodels bewertet und die eigenen Jodels gewertet werden, steigt oder sinkt das eigene Karma. Das Karma ist aber nur für einen selber sichtbar.

Weiter wird einem bei jedem Jodel auf der Startseite angezeigt, wie weit der Jodler entfernt ist, der diesen abgesetzt hat. Das geht von „sehr nah“ über „nah“ bis hin zu Uster oder Volketswil. Aber alles je nach Standort. Denn man bekommt immer nur die Jodels die in einem Umkreis von 10km abgesetzt werden. Befinde ich mich in Chur sehe ich dir Churer Jodels. Wenn ich mich in Zürich befinde, nur die Zürcher. So kommt es natürlich auch oft zu Sticheleien zwischen den verschiedenen Kantonen. So finden die Zürcher die Jodler von Chur langweilig und die Churer die Zürcher primitiv. Da es eine Uni-App macht man sich in Zürich natürlich gerne über HSG-Studenten lustig:

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Am meisten leiden müssen dann aber doch die PH-Studenten:

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Cyber-Mobbing

Das grosse Problem der App sehe ich in der Gefahr des Cyber-Mobbings. Durch die Anonymisierung kann dies nicht verhindert werden. Klar tritt es bis jetzt noch nicht wirklich auf, doch die Gefahr dazu besteht. Denn die sogenannten Jodler-Regeln sind nicht kontrollierbar. So darf man keine persönlichen Daten von Personen jodeln oder eigene Daten preisgeben. Solche Jodles sind auch bei der Community ganz du gar nicht beliebt und werden schnell heruntergejodelt.

Die Jodel-Zukunft

Wenn die Jodel-Gemeinschaft so eingeschworen bleibt, könnte sie das Cyber-Mobbing sicher fern halten. Wächst die Anhängerschaft aber noch stärker als bisher, wird es irgendwann zu einem Problem werden und die Berliner Erfinder der App müssen etwas ändern um dem entgegenzuwirken. Allgemein steht Jodel aber eine glückliche Zukunft bevor. Wir werden nie einen Studentenmangel haben und die App ist auch als Nicht-Student mehr als unterhaltsam. Tipp: Wenn es einem zu anstrengend ist, die App herunterzuladen, kann man auch ganz einfach die Facebook-Page „Jodel Best of“ liken. So bekommt man die unterhaltsamsten Highlights immer mit über 😉

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Wer von euch kennt den die App bereits?

Dieser Artikel wurde am 21.Januar 2016 von Olivia geschrieben. Olivia ist Praktikantin Community Management bei xeit und unterstützt das Team bei den täglichen Arbeiten und den Projekten in diesem Bereich.

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