Online-Videos bedrohen das Fernsehen noch lange nicht?


| 2 Kommentare

Für Fernsehmacher ist es eine beruhigende Nachricht: Fernsehen und Online-Videos beissen sich nicht.

Das Deutsche Blog «Digitaler Film» analysiert in seinem jüngsten und äusserst lesenswerten Beitrag The Pacifier rip

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die vermeintliche Konkurrenz-Situtaion zwischen Fernsehen und Online-Videos und kommt zum Schluss:

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  • Der Deutsche sah 2006 212 Minuten pro Tag fern. Im Schnitte schauen die Deutschen NUR eine Minute Internetvideos pro Tag.
  • Die Fernsehnutzung stieg in Deutschland in den letzten Jahren trotz der Konkurrenz durch das Internet weiter an.
  • Fernsehen und Internetvideos werden unterschiedlich genutzt: Internetvideos als Lean-Forward-Medium fordern einen aktiven Zuschauer, der sich maximal zehnminütige Videos ansieht und durch sie navigiert, wohingegen das Fernsehen als Lean-Back-Medium den bequemen und inaktiven Konsumenten bedient.
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Die Schlussfolgerung aus der Schlussfolgerung könnte lauten: Online-Videos gewinnen zwar an Bedeutung, verdrängen aber nicht das Medium Fernsehen, weil beide ihre spezifischen Vorteile haben und unterschiedliche Bedürfnisse ansprechen. Somit können mit den unterschiedlichen Instrumenten unterschiedliche Zielgruppen erreicht werden.

Generell stellt sich hier wieder die Frage nach den Verhältnissen in der Schweiz. Vielleicht finde ich die Zeit, den Beitrag von Bertram Gugel auf die Schweiz zu adaptieren… Spannend sind seine Erkenntnisse allemal.

Dieser Artikel wurde am 04.Mai 2007 von Simon Künzler geschrieben. Simon Künzler ist Mitbegründer und Managing Partner bei xeit. Er ist zudem Dozent an diversen Schulen, leitet Workshops und hält Referate. Seine Steckenpferde sind z.B. Social Media, Search Marketing (SEO/SEA), E-Mail-Marketing, Landing Pages, und, und, und...

Kontaktieren Sie mich unter +41 44 240 15 06 / simon.kuenzler@xeit.ch

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Antworten zum Artikel

  1. sebastian, 16. Dezember, 2007:

    Mal andersrum gefragt: Warum sollte man sich vorgefertigte Programme die zu bestimmten Zeiten auf bestimmten Kanälen ausgesendet werden ansehen(„Fern“sehen), anstatt einfach die Sendung anzuschauen auf die man just in dem Moment Lust hat (Online)?

    Das Problem bei letzterem liegt hier nur noch an der Technik, ein per Fernbedienung bedienbares YouTube mit TV-Inhalten in TV-Qualitäten würden „fernsehen“ erübrigen.

  2. Simon Künzler, 16. Dezember, 2007:

    Hallo Sebastian, danke für deine sehr gute Gegenfrage. Der Post ist vom Mai 2007. Heute lassen sich via Apple TV und Fernbedienung offenbar bereits YouTube-Filme abrufen (http://digital-lifestyle.ch/news/apple/apple.html). Und diverse Fernsehsender – ja, auch das Schweizer Fernsehen (http://de.youtube.com/schweizerfernsehen) sind bereits auf YouTube vertreten. Sie haben die Zeichen der Zeit erkannt.

    Die Frage aber ist und bleibt: wann werden Online-Videos/-Fernsehen herkömmliches Fernsehen konkurrenzieren oder gar verdrängen ? Ich glaube, sooooo schnell geht es auch wieder nicht. Aber vermutlich schneller als erwartet.

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