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Social Media Check 2026: Top 10 Automarken in der Schweiz

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Neue Modelle, technische Innovationen wie bidirektionales Laden, dazu stets der passende Markenauftritt: Dass der Schweizer Automarkt herausfordernd ist, ist unbestritten. Und genau hier wird deutlich, wie wichtig die Online-Präsenz geworden ist. Denn wer heute erfolgreich sein will, darf sich nicht allein auf die Präsenz im Showroom verlassen. Vielmehr entscheiden heute auch die sozialen Medien, welche Marken Aufmerksamkeit bekommen und im Wettbewerb bestehen. Vor diesem Hintergrund lohnt es sich, einen genaueren Blick auf die Social-Media-Aktivitäten der führenden Automobilhersteller zu werfen. Das machen wir nicht zum ersten Mal: Zuletzt haben wir unseren Social-Media-Check bei den besagten Nutzfahrzeugmarken im Frühling 2021 durchgeführt – die Ergebnisse von damals sind im folgenden Blogpost nachzulesen: Social Media Check: 10 Automobilhersteller in der Schweiz im Vergleich.

Jetzt, fünf Jahre später, nutzen wir die Gelegenheit, erneut über die Bücher zu gehen und den Marken von damals erneut den Puls zu fühlen. So viel vorweg: Eine Entwicklung hat uns dabei besonders überrascht.

Wie präsentieren sich Automarken in der Schweiz auf Social Media?

Die grössten Automarken der Schweiz mischen nicht nur auf den Strassen mit, sondern auch in den Timelines von Instagram, TikTok und Co. Unser Check zeigt: Fast alle Marken sind mit einer eigenen Präsenz in der Schweiz auf Social Media aktiv. Eine Ausnahme bildet Tesla: Für die Schweiz gibt es keine eigenen Social-Media-Accounts, weshalb wir uns dazu entschieden, hierzu keine Daten zu erheben. Es ist uns aber an dieser Stelle wichtig zu betonen, dass Tesla weltweit zwar sehr wohl auf Social Media aktiv ist – hierzulande jedoch keine eigene Präsenz unterhält.

Instagram und Facebook sind die meistgenutzten Kanäle

Ein Blick auf die Plattformen zeigt schnell, wo die Schweizer Automarken besonders aktiv sind: Neun der zehn untersuchten Unternehmen nutzen Instagram und Facebook, um Einblicke in neue Modelle, Innovationen und aktuelle Unternehmensnews zu geben.

Auf dem zweiten Rang folgt YouTube, das von acht der zehn Marken bespielt wird und vor allem für Videos zu Produkten, Events oder Kampagnen genutzt wird. LinkedIn belegt den dritten Platz mit sieben aktiven Unternehmen, während TikTok von sechs Marken genutzt wird. Den Abschluss bildet X – vormals Twitter –, das aktuell von fünf der zehn Automarken eingesetzt wird.

Dass neun der zehn untersuchten Unternehmen auf Instagram vertreten sind, war bereits 2021 in unserer Untersuchung der Fall. Bei YouTube gab es ebenfalls keine Veränderung; das Videoportal wird weiterhin von acht Automarken genutzt. An Bedeutung gewonnen haben hingegen Facebook, X und LinkedIn: Auf diesen Plattformen ist jeweils ein Unternehmen mehr aktiv als noch vor fünf Jahren. Für TikTok lässt sich hingegen kein Vergleich zu 2021 ziehen, da die Plattform in unserer damaligen Analyse noch nicht untersucht wurde.

Diese Entwicklung zeigt exemplarisch, wie dynamisch sich die Social-Media-Landschaft verändert. Während etablierte Plattformen ihre Relevanz behaupten oder leicht ausbauen, gewinnen andere Kanäle neu an Bedeutung – wie beispielsweise TikTok. Für Unternehmen heisst das: Wer seine Zielgruppen nachhaltig erreichen will, muss diese Entwicklungen in Sachen Social Media im Blick behalten und dort präsent sein, wo sich potenzielle Kund*innen auch tatsächlich aufhalten.

Ein Hinweis an dieser Stelle: Ein Blick auf die Follower-Zahlen zeigt zum Teil sehr hohe Werte – zum Beispiel hat VW auf Facebook 33 Millionen Follower. Wie kann das sein, wenn die Schweiz nur neun Millionen Einwohner*innen hat? Die Antwort liegt darin, dass viele Marken eine Global Page betreiben, welche Follower aus der ganzen Welt zählt. Lokale Seiten wie jene für die Schweiz sind dann mit dieser Global Page verknüpft, sodass auch internationale Follower in den Zahlen enthalten sind. Daher spiegeln die Follower-Zahlen nicht ausschliesslich die Schweizer Community wider.

Followerzahlen offenbaren: jede Marke glänzt anders

Ein Blick auf die Plattformen zeigt, dass jede Automarke offenbar ihr eigenes Steckenpferd hat: Während Peugeot die meisten Follower auf TikTok verzeichnet, dominiert VW auf Facebook und Toyota hat die grösste Followerschaft auf YouTube. Porsche ist die einzige Marke, die auf zwei der untersuchten Netzwerke – Instagram und LinkedIn – die grösste Followerschaft aufweist.

Aber dem war nicht immer so. Bei unserer Analyse 2021 lag noch Mercedes-Benz in Bezug auf die Instagramcommunity mit knapp 33 000 Follower*innen vorne. Heute sieht das aber anders aus: In einem Instagram-Post vom 1. Februar 2021 bedankte sich Porsche noch für 10 000 Follower. Heute, fünf Jahre später, zählt der Account 134 000 Follower. Im Durchschnitt wuchs die Followerschaft damit um rund sage und schreibe 64 % pro Jahr. An Mercedes‑Benz mit mittlerweile 82 300 Instagram-Followern ist Porsche damit längst vorbeigezogen.

In Sachen Engagement trumpfen besonders Ford, BMW und Porsche

Content über Autos lässt sich auf Instagram auf unterschiedliche Weise inszenieren: Während manche Accounts vor allem Fahrzeuge in Szene setzen, binden andere gezielt Testimonials ein und wieder andere setzen auf das Promoten von Events oder Verlosungen, um das Engagement zu fördern. Doch wie gut funktioniert das in der Praxis? Auch das hat uns interessiert. Deshalb haben wir die Engagement-Rates der auf Instagram vertretenen Automarken genauer analysiert und ausgewertet. Konkret wurden dafür die Interaktionen der letzten 10 IG-Reels – Likes, Kommentare, Shares und Saves – ins Verhältnis zu deren Impressionen gesetzt.

Die höchsten Engagement-Rates erreichen dabei Ford (9,29 %), gefolgt von BMW (6,83 %) und Porsche (3,80 %). Den Spitzenreiter Ford haben wir uns daraufhin genauer angeschaut. Ein Blick auf den Instagram-Account zeigt, wie das Unternehmen seine Community anspricht: So werden beispielsweise Kooperationen mit Influencer*innen genutzt, die in Videos auftreten und so für hohe Reichweite sorgen – nicht zuletzt auch dank der Co-Author-Funktion auf Instagram. Denn dank dieser erscheinen diese Beiträge gleichzeitig auf dem Account der Influencer*innen – so erreicht Ford nicht nur seine eigenen Follower, sondern auch Nutzer*innen, die dem Unternehmen bislang noch nicht folgen. Auch saisonale Themen wie Valentinstag oder Weihnachten greift Ford auf Instagram auf – Faktoren, die das Engagement sicherlich zusätzlich steigern, da sie zeitlich relevant und emotional besetzt sind.

Aktivität: Mercedes-Benz gibt das Tempo vor

Mercedes‑Benz setzt in Sachen Postingfrequenz aktuell den Massstab: In den letzten 30 Tagen erschienen insgesamt 63 Beiträge auf drei Kanälen – 28 auf Instagram, 26 auf Facebook und 9 auf LinkedIn. Geht man von den ca. 20 Arbeitstagen im Monat aus, entspricht die Postingfrequenz von Mercedes‑Benz rund 3 Beiträgen pro Arbeitstag.

Auf dem zweiten Platz folgt BMW mit 47 Beiträgen auf zwei Kanälen: 30 auf Instagram und 17 auf Facebook.

Porsche belegt Platz drei mit 32 Beiträgen, die sich auf 25 Instagram-Posts und 7 LinkedIn-Posts verteilen.

Auch hier zeigt sich: Jede Marke setzt auf unterschiedliche Kanäle und Frequenzen. Mercedes‑Benz verteilt die Inhalte vergleichsweise gleichmässig; BMW und Porsche setzen stärker auf Instagram, während LinkedIn nur punktuell bespielt wird.

In Sachen Dialog und Community-Interaktion gibt es Luft nach oben

Zum Abschluss wollten wir wissen, wie aktiv die Automarken auf Instagram auf direkte Anfragen reagieren. Denn: Sichtbarkeit allein garantiert noch keinen echten Dialog. Viele Unternehmen zeigen Präsenz, halten sich bei der Interaktion mit der Community jedoch eher zurück.

Wir haben alle Marken via Direct Message kontaktiert. Porsche antwortete bereits innerhalb weniger Stunden. Audi, Peugeot, Fiat, Toyota und VW reagierten innerhalb eines Tages. Bei BMW, Ford und Mercedes‑Benz blieb unsere Anfrage hingegen unbeantwortet.

Dass Porsche nicht nur schnell reagiert, sondern – wie oben bereits aufgezeigt – in den letzten Jahren seine Instagram-Followerschaft vervielfacht hat, deutet darauf hin, dass dem Unternehmen dieser Kanal besonders wichtig ist – sowohl in puncto Reichweite als auch in Sachen Dialog mit der Community.

Fazit für Automarken: Potenzial von Social Media erkennen und nutzen

Social Media ist für Automarken heute weit mehr als ein zusätzlicher Kanal. Plattformen wie Instagram, Facebook oder TikTok sind zentrale Touchpoints, um neue Modelle zu präsentieren, Innovationen sichtbar zu machen und direkt mit der Community in Dialog zu treten. Last but not least sind die sozialen Medien auch ein zentraler Bestandteil des Brand Building.

Unsere Analyse zeigt: Manche Hersteller setzen auf hohe Postingfrequenz, andere auf kreativen Content, Influencer-Kooperationen oder gezieltes Community Management. Besonders Porsche macht vor, wie man mit Strategie, Interaktion und Engagement Followerzahlen vervielfacht und gleichzeitig echte Beziehungen zur Zielgruppe aufbaut.

Apropos: Und wie steht es eigentlich um die Social-Media-Präsenz eures Unternehmens? Wir unterstützen euch gern dabei, im Rahmen eines Social-Media-Audits Potenziale aufzudecken, massgeschneiderten Content zu entwickeln und dabei auch Employer Branding mitzudenken.

Interessiert? Wir freuen uns auf eine unverbindliche Kontaktaufnahme.

Kategorie:  Social Media

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