Real Life meets Digital Life: Was bewegt die Generation Z und die Millennials?
Die Generation Z und die Millennials: Sie scrollen, liken und teilen. Sie leben, lachen, fühlen – und sie kaufen. Doch anders als frühere Generationen treffen sie ihre Kaufentscheidungen nicht im Laden oder aufgrund eines Zeitschriftenbeitrags, sondern oft im Feed. Inspiration, Orientierung und Kaufimpulse entstehen bei ihnen häufig online. Für Marken ist es deshalb wichtig, diese Zielgruppen zu verstehen, um sie online zu erreichen. Sie müssen ihr Verhalten, ihre Erwartungen und die sozialen Mechanismen, die ihre Entscheidungen prägen, kennen. Wer sind die Gen Z und die Millennials? Und was ist für Marken wichtig, um diese Zielgruppe im Rahmen ihrer Online-Marketing-Strategie und auf Social Media zu erreichen?
Die Gen Z und Millennials verstehen
Gen Z (ca. 14-29 Jahre) und Millennials (ca. 30-45 Jahre) unterscheiden sich in Lebensphase und Erfahrung, teilen aber gewisse Werte: Sie sind digital aufgewachsen. Sie erwarten schnelle Informationen. Klare Botschaften und relevante Inhalte. Sie suchen nach Identität, Orientierung und Zugehörigkeit. Sie verbindet Authentizität (nicht Perfektion). Sie wollen erleben, und teilen ihre Werte. Sie möchten verstehen und Teil von etwas sein. Sie reagieren auf Empfehlungen. Und dann möchten sie kaufen.
So schaffst du Relevanz in deiner Online-Marketing-Strategie und mit deinem Social Media Marketing
Wenn man Gen Z und Millennials versteht, ist man anderen schon einen wichtigen Schritt voraus. Doch wie integriert man sie am besten in die Online-Marketing-Strategie und seine Social Media Marketing-Aktivitäten bzw. wie erreicht man sie?
Richte deine Inhalte gezielt an deine Zielgruppe aus. Formuliere Botschaften so, dass sie auf den ersten Blick verständlich sind. Gen Z und Millennials entscheiden innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde, ob ein Inhalt ihre Aufmerksamkeit verdient. Das bedeutet: Nicht „mehr Content“, sondern besserer Content. Doch was heisst das konkret?
1. Personalisierung im Online-Marketing
Wer sich für Technik-Gadgets interessiert, lässt sich eher von dieser Art von Werbung ansprechen als von Einrichtungsideen oder Interior-Inspirationen. Online Werbung muss zur aktuellen Lebenssituation und zu den Interessen der Zielgruppe passen. Personalisierte Online-Werbung ermöglicht es, Inhalte gezielt auszuspielen. Mit Programmatic Advertising funktioniert das noch besser. Diese Art von Werbung ermöglicht dir automatisierte, datengetriebene Werbeschaltungen, mit ganz präziser Zielgruppenansprache. Faktoren wie Suchverhalten, Interessen oder frühere Interaktionen spielen dabei eine Rolle. Besonders situative Interessen lassen sich durch Retargeting nutzen: Wer kürzlich mit einem Inhalt interagiert oder eine Website besucht hat, kann gezielt erneut angesprochen und im besten Fall zum Abschluss geführt werden. So erreichst du die richtigen Menschen, zur richtigen Zeit, mit der richtigen Botschaft.
2. Ergänze mit E-Mail-,Newsletter- und WhatsApp-Marketing
Die junge Zielgruppe nutzt ihren Posteingang sehr bewusst und schätzt gut auf sie abgestimmte Inhalte. Entspricht die Kommunikation ihren Interessen, steigt ihre Bereitschaft zur Interaktion. Umso wichtiger ist es deshalb, eine Ansprache zu wählen, die als persönlich wahrgenommen wird.
Es bietet sich an, die Online-Marketing-Strategie mit E-Mail- und Newsletter-Marketing zu erweitern. Oder noch besser: mit WhatsApp Newsletter. Achte dabei weiterhin auf eine persönliche Ansprache. Welche Interessen haben sie? Pain Points? Was begeistert sie?
3. Content is King
„Content is king“ (die Aussage von Microsoft-Gründer Bill Gates 1996) ist heute aktueller denn je. Besonders auch im Content-Marketing, in der internen Kommunikation und in der Suchmaschinenoptimierung. Die Generation Z und die Millennials lassen sich von gutem Content inspirieren. Vorausgesetzt, er ist ehrlich und authentisch. Gerade in Zeiten der Informationsflut lohnt es sich, in Mehrwert-Inhalte zu investieren.
So funktioniert Social Media für die junge Zielgruppe
Eines vorab: Die Generation Z ist besonders stark auf Plattformen wie TikTok aktiv, die Millennials nutzen häufiger Instagram und LinkedIn. Insgesamt bewegen sich jedoch beide Generationen plattformübergreifend. Sie entdecken dort neue Produkte, speichern Inhalte und kaufen, was sie inspiriert. Ihr Verhalten folgt dabei oft einem Muster: Sie scrollen schnell durch Inhalte, speichern das, was für sie relevant ist, und wiederholen Trends oder Formate, die ihnen gefallen.
Für Marken bedeutet das: Inhalte müssen visuell überzeugen. Wähle deshalb die richtigen Plattformen aus und passe die Inhalte gezielt an die jeweilige Plattform an. Dabei gibt es einige Tipps bezüglich der Formate:
1. Videos: Stop the scroll
Videos sind das dominierende Format in den sozialen Medien: Sie sind «leicht konsumierbar». In den ersten Sekunden können Videos mit Unterhaltung oder Tipps überzeugen. Wichtig ist, dass sie ein relevantes Thema aufgreifen, oder Tipps mit auf den Weg geben.
Dass Videos beliebt sind, zeigt sich auch immer wieder in unserer jährlichen Social-Media-Studie. Es scheint, als hätten Videos nochmals an Beliebtheit zugelegt. Mehr dazu erfährst du in der diesjährigen Studie, die du bereits vorbestellen kannst.
2. Audios und Podcasts: Trends sehen und hören
Die Inhalte möchte man nicht nur sehen, sondern auch hören. Deshalb spielen Audios auf Social Media eine immer wichtigere Rolle. Kurze Sounds sind ebenso gefragt wie Podcasts. Die Gen Z und Millennials nutzen gerade Podcastshäufig als Informationsquelle, gerade auch, wenn sie unterwegs sind. Es kann sich deshalb lohnen, in einen Podcast zu investieren, um deine Inhalte zu vertiefen. Über Social Media kannst du dann Teaser und Hörproben teilen. Unabhängig davon, wie du Audios einsetzt (ob du einen Podcast startest oder in Videos und Bildern mit Audios arbeitest) ist es wichtig, Audios einzusetzen.
3. Storytelling: Von Content zu Verbindung
Storytelling verbindet einzelne Inhalte zu einer zusammenhängenden Markenwelt. Erzähle in Videos, Audios, Fotos und Texten Geschichten, die Emotionen wecken und Nähe zu deiner Zielgruppe schaffen. Bleib dran und erzähle die Geschichte immer weiter. Wenn du dabei noch aktuellen Trends (wie zum Beispiel Micro Dramas) folgst und sie in deine Strategie aufnimmst, wird es von Social Media bestimmt belohnt. Wer konstant relevante Inhalte liefert, bleibt präsent und baut langfristig Vertrauen auf. Dabei ist nicht Perfektion wichtig, sondern Wiedererkennbarkeit.
4. Influencer:innen & Creators: Bauen noch mehr Vertrauen auf
Die junge Zielgruppe lässt sich von Influencer:innen und Creators inspirieren. Von ihrem Lifestyle, ihren Werten und von dem, was sie konsumieren. Influencer:innen machen Produkte und Marken «erlebbar», indem sie Botschaften in authentischen Content übersetzen. Die Inhalte müssen zur Persönlichkeit der Creator:innen passen. So entsteht Content, der sich natürlich in den Alltag der Zielgruppe einfügt. Es lohnt sich, mit Influencer:innen zu arbeiten und sie als Markenbotschafter:innen einzusetzen, um die junge Zielgruppe auf authentische Art und Weise zu erreichen.
Fazit: So holst du die junge Zielgruppe online ab
Gen Z und Millennials speichern oder gehen weiter, wenn sie online scrollen. Wer sie erreichen will, muss Relevanz, Klarheit und Mehrwert anhand authentischen Contents bieten. Nicht mehr Content, sondern besserer Content: visuell stark, verständlich und auf Plattform und Moment abgestimmt. Wer diese Zielgruppe versteht, und Inhalte schafft, die inspirieren oder helfen, wird erinnert.
Die Frage ist also nicht nur: „Wie erreiche ich Gen Z und Millennials?” Sondern: Warum sollten sie mir Aufmerksamkeit schenken?
Um diese Frage zu beantworten, lass uns miteinander austauschen. Wie sieht deine aktuelle Online-Marketing- und Social-Media-Strategie aus? Wo können wir ansetzen, um sie noch gezielter an die junge Zielgruppe anzupassen? Wir freuen uns auf den Austausch!
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