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Novak Djokovic, Rafael Nadal, Roger Federer, Andy Murray – Ein Vergleich ihrer Facebook-Fansites

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Welcher dieser vier im Moment am besten Tennisspielen kann, hat Roger Federer letzte Woche eindrücklich bewiesen. Doch punktet er auch im Erscheinungsbild seiner Facebook-Fanpage? Oder heisst es dort plötzlich „Spiel, Satz, Sieg, Djokovic“? Wir werden es sehen.

 

Was wurde verglichen?

Als Ausgangslage des kurzen Vergleichs dienten die Facebook-Seiten der vier momentan höchstplatzierten Tennisspieler der Welt: Novak Djokovic, Rafael Nadal, Roger Federer und Andy Murray. Die Seiten wurden vor allem hinsichtlich ihrer Form aber auch ihres Inhalts untersucht. Da die absolute Fananzahl in diesem Fall nicht sehr aussagekräftig wäre, wurde ein Index erstellt, der etwas über das Verhältnis der Anzahl Personen, die „darüber reden“ zur Anzahl Fans aussagt. Je höher der Index, desto höher ist die Interaktionsrate auf der Seite. Es standen also nur die Daten zur Verfügung, auf die auch der User beim Surfen durch Facebook trifft.

 

Novak Djokovic

Gelangt man auf die Facebook-Fanpage von Novak Djokovic, so sieht man ihn auf der Landing-Page konzentriert dreinblickend mit nacktem Oberkörper und in verwaschenen Jeans. Auch finden sich hier die Informationen darüber, was einen erwartet, wenn man sich dazu entschliesst, Fan zu werden und was es auf seiner Seite sonst noch alles zu sehen gibt. Im Kontrast zu seiner etwas aggressiven und grimmig anmassenden Landing-Page steht sein Profilfoto: Es zeigt klein Novak beim Tennisspielen. Wird auf Like geklickt, so ist der Welcome-Screen identisch mit der Landing-Page, inklusive der Aufforderung, Fan zu werden aber nun natürlich ohne Like-Button. Auf der Pinnwand wird vor allem Englisch aber auch Serbisch gesprochen. Neben den Fotos und Videos hat der „Joker“ noch zwei persönliche Notizen, ansonsten sind keine besonderen Reiter auszumachen. Mit einem Index von 1.66% hat Djokovic die höchste der untersuchten Interaktionsraten.

 

Rafael Nadal

Auch „Rafa“ begegnet man zuerst auf einer schön gestalteten Landing-Page. Allerdings werden hier weiterreichende Informationen vergebens gesucht. Bei einem Klick auf den Like-Button ändert sich auch hier nichts. Ein anders gestalteter Welcome-Screen würde sich hier aufdrängen. Auf dem Profilbild zeigt sich Nadal während eines Tennismatchs in Portraitformat. Als klarer Pluspunkt bei Nadal sind die beiden zusätzlichen Reiter zu nennen: Die Einbindung von Twitter in Facebook und den Veranstaltungskalender, der Informationen über kommende Spiele des Spaniers beinhaltet. Auf der Pinnwand wird auf Zweisprachigkeit Wert gelegt: Jeder Post wird sowohl in Spanisch als auch in Englisch verfasst. Bei den Kurzinformationen erfährt man die Hobbies von Rafa, natürlich zweisprachig. Im Verhältnis zur Fanbase am wenigsten interagiert wird auf der Seite von Rafa (1.13%)

 

Roger Federer

Der Grand-Slam-Rekordhalter verzichtet vollends auf eine Landing-Page. Dies wirkt zwar etwas persönlicher, dafür relativ unprofessionell für einen Weltsportler. Auch in anderen Belangen beschränkt sich Roger auf das Minimum: Neben der Standard-Reiter existieren keinerlei Zusatztools, wie dies bei Nadal der Fall ist. Positiv zu werten ist der Umgang mit den Fans. Obschon die Seite hauptsächlich nur in Englisch gestaltet ist, pickt Roger von Zeit zu Zeit Fragen von Fans heraus und beantwortet sie je nachdem auf Englisch, Französisch oder Deutsch. Auf dem Profilbild sieht man Federer in einer akrobatischen und gewohnt graziösen Aktion während eines Spiels. Federer fällt in Punkto Interaktionsindex auf den dritten Rang (1.31%)

 

Andy Murray

Andy ist der Nerd in Sachen Reiter: So hat er YouTube eingebettet, macht Umfragen mit seinen Fans und weist sich als Twitterer aus. Allerdings befindet sich auf der Facebook-Twitter-Seite bloss ein Link, der einen zum Folgen auffordert. Besser hat dies Nadal gelöst, der auch die Tweets innerhalb von Facebook eingebunden hat. Murray ist ein Vielschreiber: Seit dem 1. Oktober hat er ca. 85 Pinnwandeinträge gepostet, während Federer in derselben Zeit nicht einmal 30 geschrieben hat. Übrigens zeigt sich der Schotte, dessen Fansite entsprechend nur in Englisch ist, auf dem Profilbild als Gentleman in Anzug und Krawatte. Vielleicht auch wegen der mit Abstand geringsten Anzahl Fans schafft es Murray auf den zweiten Platz, was die Interaktionsrate anbelangt (1.53%).

 

Zusammenfassung

Inhaltlich unterscheiden sich die Fansites der Tennisspieler nicht massgeblich. Alle vier liefern Fotos, Videos und Text über ihr Leben als Sportler und zum Teil aus ihrem Privatleben. In einer detaillierten Untersuchung könnte man eventuell Unterschiede im Umgang mit den Fans, im Nennen des Sponsors etc. feststellen.

Bei Nadal und Djokovic ist die zwar gutgemeinte Zweisprachigkeit leider unglücklich gelöst: Viele Beiträge auf der Pinnwand werden doppelt in verschiedenen Sprachen gepostet. Eignen würde sich hier auf der Landing-Page eine Sprachauswahl, sodass sich die Fansite einheitlich in ausgewählter Sprache präsentiert sowie ein Sprach-Targeting der Posts.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass keine der untersuchten Fansites das Mass aller Dinge ist. Auf jeder Seite konnten gewisse Vorzüge und Mängel fesgestellt werden. Weder sticht einer besonders heraus, noch fällt einer weit ab. Dennoch muss man schweren Herzens attestieren: Mit einer Nasenlänge voraus, wird Nadal zum Facebook-König gekrönt.

 

Bildquelle

Kategorie:  Facebook

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