Suchanfragen während der WM – was man daraus lernen kann und warum Südafrika die WM doppelt verpasst hat.
Das sind interessante Statistiken zu Suchanfragen und Besucherzahlen während der WM:
Besucherzahlen auf News-Sites weltweit stiegen am ersten Spieltag auf 12 Millionen Besucher pro Minute. Zum Vergleich: als Barack Obama 2008 die Präsidentschaftswahlen gewann, waren es 8,5 Millionen…
Wen wundert’s: Suchanfragen nach Vuvuzela stiegen ins Unermessliche
Als am 24. Juni Japan Dänemark bezwang, wurden im Augenblick des Abpfiffs 3′283 Tweets pro Sekunde (!) gemessen, soviel wie noch niemals zuvor…
Sponsoring: Marken, welche Mannschaften gesponsert haben, bekamen auch online besonders viele neue Besucher (!)
Was lernen wir daraus?
Erfolgreich war sie also auch online, die WM 2010. Besonders interessant ist die letzte Erkenntnis: Sponsoren von Events profitieren doppelt: mit ihrer Präsenz rund um die Veranstaltung, aber auch im Web in den Suchmaschinen. Vorausgesetzt, der ausgelöste Traffic wird über organische oder bezahlte Suchtreffer “kapitalisiert”. Drum braucht es wohl zu jedem Sponsoring eine schlaue Suchmaschinen-Marketing-Strategie.
Südafrika aber verliert doppelt
Was irgendwie schade war: südafrikanische Websites waren für den wichtigen Suchbegriff world cup 2010 nicht unter den Top 10. Dieser allein erhielt laut aktuellem Stand des Google Keyword-Tools (mit Vorsicht zu geniessen) immerhin weit über 2′000′000 Suchanfragen. In Verbindung mit anderen Wörtern sogar weitaus mehr.
Eine verpasste Chance für Südafrika, das Land online zu repräsentieren und internationale Online-Besucherströme auf die eigenen Websites zu bringen. SEO-Agenturen gibt es in Südafrika doch eigentlich genug. Oder? Südafrika hat die WM nicht nur fussballerisch verpasst. Immerhin: Die Organisation war ja gemäss “König” Sepp Blatter nahezu einwandfrei.
To-Do für Brasilien 2014
Websites frühzeitig starten, mit starker SEO-Strategie. 4 Jahre sollten mehr als genügen. Möge der bessere gewinnen
Nachdem dem unspektakulären, bezüglich PR aber desaströsen Start von Google Buzz kündigt das Unternehmen einen neuen Layer an, welcher das Social Network mit dem Dienst Google Maps zusammenführt.
Die Verbindung von Kontext und Standort
Während bei Google Buzz Mobile die Verknüpfung von Inhalten mit dem eigenen Standort bereits integriert ist, kann man nun auch über Google Maps und den eigenen Desktop sehen, was eine Person über einen bestimmen Ort zu sagen hat. Unter dem „Mehr-Dropdown-Menu“ kann das Social Network angewählt werden. Die Statusnachrichten werden als graue Sprechbläschen eingeblendet, welche dann angeklickt werden können. Als Hauptnutzen nennt Google die Möglichkeit des Austauschs von Informationen über Sehenswürdigkeiten oder des Verbreitens von Neuigkeiten im Zusammenhang mit einem spezifischen Ort. Vorerst können die Statusnachrichten über den Desktop aber nur abgerufen werden. Das Absetzen von Nachrichten bleibt vorerst den mobilen Geräten vorbehalten.
Eine umfassende Studie von Nielsen bestätigt nun, was Experten bereits vermutet haben. Werbebotschaften die mit Hinweisen versehen sind, welche Freunde sich gerade durch ein Ad als Fan einer bestimmten Seite hinzugefügt haben, verfügen über ein höheres Potenzial bezüglich Wiedererkennung, Bewusstsein und Kaufabsicht. Im Zuge dieser Möglichkeiten möchte sich Facebook nicht mehr nur als eigentlicher Service, sondern auch als Infrastruktur definieren, welche anderen Unternehmen als Basis für ihre individuellen Aktivitäten dient.
„Es ist relevant was meine Freunde sagen!“
Mit mehr als 400 Millionen aktiven User, von welchen pro Tag in etwa die Hälfte während durchschnittlich 55 Minuten eingeloggt ist, bildet Facebook eine der Reichweiten stärksten Plattformen überhaupt. Eine Nielsen-Studie, welche mehr als 800‘000 Facebookprofile und Anzeigen von 14 Marken untersucht hat, kam zum Schluss, dass die soziale Befürwortung (Beispielsweise indem ein Individuum einer Seite beitritt) einen Einfluss auf das Umfeld des Users hat. Es konnte nachgewiesen werden, dass normale Facebook-Ads sich in einer 10% höheren Wiedererkennungsrate, einer 4% höheren Markenbekanntheit und in einer 2% höheren Kaufabsicht äussern. Die Wiedererkennung steigt allerdings sprunghaft auf 16%, wenn die Ads die Erwähnung von Freunden mit einbeziehen und um satte 30%, wenn die Ads zusätzlich über den Newsfeed eines befreundeten Profils dem gesamten Netzwerk mitgeteilt wurden. Mit der Schnittstelle „Facebook Connect“ möchte die Plattform in einem weiteren Schritt dazu übergehen, die „Gefällt-Mir-Thematik“ auch auf Partnerseiten auszuweiten.
Facebook als Enabler
Obwohl die Resultate interessante Erkenntnisse über das Zusammenspiel von Sozialen Netzwerken und Werbe-Anzeigen liefern, geben sie keinen Anlass zur Euphorie. Man konnte zwar zeigen, dass Anzeigen durch das Einbinden von sozialen Beziehungen im Vergleich zur herkömmlichen Bannerwerbung aufgewertet werden können – das ultimative Verständnis für die Zusammenhänge sämtlicher Instrumente innerhalb einer Cross-Media-Strategie fehlt aber nach wie vor. Es ist aber davon auszugehen, dass mit der Auswertung der erhobenen Daten ein vertiefter Einblick in das Konsumverhalten von Kaufgruppen und einzelnen Individuen möglich ist.Viel entscheidender ist die eigentliche Neudefinition von Facebook, welche das Unternehmen kommuniziert. Das Social Network möchte sich durch seine Schnittstelle „Facebook Connect“ bei externen Webseiten positionieren. Die Idee ist einfach: Anstatt dass sich ein Benutzer auf allen, für ihn relevanten Webseiten einen separaten Zugang löst, loggt er sich mit denjenigen Zugangsdaten ein, welche er auch bei Facebook hinterlegt hat. Die Vorteile für die Nutzer liegen neben der Beseitigung des „Gewirrs der Benutzerkonten“ neben der einfachen und schnellen Zugänglichkeit zu neuen Plattformen. Darüber hinaus verhalten sie sich wahrscheinlich „bewusster“, da dem Betreiber die eigene Identität preisgegeben wird.
Kontext vs. Benutzergruppen
Die Kombination der Integration von externen Partnerseiten und darauf versehenen „Gefällt-Mir-Buttons“ wie sie sie bei Facebook gibt, könnte eine veritable Hebelwirkung darstellen, um rasch an Feedbacks bezüglich unterschiedlichsten Angeboten zu kommen. Die damit einhergehenden Statusmeldungen auf den News-Feeds der Benutzer leisten parallel dazu ihren Beitrag zur Verbreitung von Botschaften innerhalb der zahlreichen sozialen Geflechte und bieten Facebook damit die Chance, eine vertiefte Einsicht in eine Fülle von unterschiedlichsten Informationen zu erhalten – ähnlich dem Google-Prinzip. Es besteht allerdings ein grundlegender Unterschied: Während Google durch die Analyse von gezielten Suchanfragen weiss, welche Begriffe und Themen das Internet gerade bewegen, dürfte Facebook bald dazu in der Lage sein, Aussagen über spezifische Benutzersegmente und deren Präferenzen treffen zu können. Vereinfacht könnte man sagen, dass sich das artikulierte Wissen der Suchanfragen und das potenzielle Wissen der latenten Bedürfnisse von ganzen Benutzergruppen gegenüberstehen.
Fazit
Wohin sich die digitale Identität der Benutzer und der damit einhergehende Kampf der Internet-Konzerne bewegen bleibt abzuwarten – es bleibt spannend und wir bleiben dran!
Wie eine neue Erhebung zeigt, beträgt die Reichweite von Facebook in der Schweiz bereits über 2 Millionen Benutzer. Neben absoluten Zahlen wurden auch Alterssegmente, die Verteilung der Sprachen und der Geschlechter untersucht.
Neue Zahlen – ähnliche Verteilung
Während die Reichweite gegenüber dem Dezember 2009 (siehe Artikel) noch einmal um mehr als 200‘000 Zähler zugenommen hat, hat sich die Verteilung der einzelnen Segmente nicht sonderlich verändert. Neben den absoluten Nutzerzahlen, wurden in der neusten Erhebung auch Untersuchung bezüglich der Verteilung der Alterssegmente und der Geschlechter vorgenommen.
Altersverteilung der Schweizer Facebook-Nutzer
Die Gruppe der 20-29 jährigen bildet das am stärksten vertretene Alterssegment der Schweizer Mitglieder. Während die Gruppen der Mitglieder unter 19 und derjenigen zwischen 30 und 39 Jahren beinahe die Hälfte der Reichweite ausmachen, sind Personen über 40 insgesamt mit knapp 20% vertreten. Personen über 60 bilden mit einem Prozent zwar die Ausnahme – in absoluten Zahlen ausgedrückt beträgt die Nutzerzahl aber auch hier beinahe 25‘000 Personen.
Sprache und Geschlecht der Schweizer Facebook User
Bei sieben von zehn Usern ist Deutsch diejenige Sprache, mit welcher sie auf Facebook hauptsächlich kommunizieren. Französisch wird von rund einem Viertel gesprochen und in Italienisch unterhalten sich ungefähr 6%. Im Gegensatz zu den Sprachen gestaltet sich die Aufteilung nach Geschlecht relativ ausgeglichen. Die Männer sind im Vergleich zu den Frauen mit 52% leicht ‚übervertreten‘.
Gemäss einer neuen US-Studie des Datendienstleisters comScore, wären Internet-Nutzer bereit, beinahe doppelt so viel Werbung über sich ergehen zu lassen.
Die befürchtete Flucht vor der Werbung bleibt aus
Entgegen der weit verbreiteten Meinung von Experten und Analysten, dass mit der Zunahme der Internetzeit eine ‚Werbeflucht‘ Einzug hält, hat sich bislang nicht bestätigt. Während momentan beim Online-Fernsehen im Mittel vier Minuten Werbung konsumiert werden, läge die Akzeptanz im Internet mit sechs bis sieben Minuten deutlich über diesem Schnitt – dies obwohl Werbepausen und Unterbrechungen für die Mehrzahl der Befragten nach wie vor als störend empfunden wird. Das Potenzial an verkaufter Werbezeit wird demnach noch nicht vollständig ausgeschöpft – und allfällige Profite werden nicht realisiert.
Freiheit als höchstes Gut?
Eine besonders interessante Erkenntnis liefert ein Motiv für die Nutzung des Online-Fernsehens: Für Cross-Plattform-User, also jene User die im Internet als auch auf traditionelle Art und Weise fernsehen, ist die Unabhängigkeit von Ort und Zeit und die freie Programmwahl ein Hauptgrund dafür, einen Teil der Fernsehzeit online zu konsumieren – für drei von vier Zuschauern sind diese Unabhängigkeiten denn auch die eigentlichen Killer-Kriterien, welche gegen das klassische TV-Modell sprechen.
Um die Welt der Social Media ein wenig verständlicher zu machen, hat Penn Olson kürzlich einige interessante Infografiken veröffentlicht. Obwohl die Daten teilweise nicht mehr ganz so aktuell sind, geben die Illustrationen dem Betrachter einen knackigen Überblick über das Thema soziale Medien, die Plattformen und deren Nutzer.
Facebook Nutzungszahlen
Twitter Nutzungszahlen
Geschlechterverteilung innerhalb der Social Media
Die Social Media Landschaft
Schade sind die Grafiken nicht mehr ganz so aktuell. Weitere Grafiken können hier betrachtet werden.
Die Multimediale Parallelnutzung von Fernsehen und Internet gewinnt weiter an Beliebtheit, wie Nielsen für den US-Markt für das Q4 2009 zeigt. Werbung muss wohl noch crossmedialer werden.
Eine Studie von Nielsen, der Three Screen Report VOLUME 7 4th Quarter 2009 zeigt: 59 Prozent aller befragten Konsumenten geben an, beim Surfen im Internet mindestens einmal im Monat gleichzeitig den Fernseher eingeschaltet zu lassen. Mehr als drei Stunden verbringt laut den Analysten ein Jeder mit der gleichzeitigen Nutzung von Web und TV, das sind etwa drei Prozent der Fernsehzeit des Einzelnen.
Die Q09 Highlights aus dem Nielsen Report sind also:
Consumers are adding video platforms to their weekly schedule, rather than replacing them.
Each week the typical American consumes almost35 hrs of TV, 2 hrs of timeshifted TV, 4 hrs of internet, 22 minutes of online video and 4 minutes of mobile video.
Cross-media usage creeps up with 59% of Americans now using TV and internet simultaneously at least
one time per month, spending 3.5 simultaneous hours each month on both.
Americans continue to increase their video use to new levels – TV +1%, timeshifting +25%, online
video +16%.
The heaviest timeshifters (DVR users) are Adults 25-34 and the lightest are A65+.
Immer mehr Menschen verbringen immer mehr Zeit auf Social Networks. Gemäss der aktuellen Nielsen-Umfrage verbringen die Internet-Nutzer weltweit zwei Stunden länger pro Monat in Social Networks als noch vor einem Jahr. Das ist das Ergebnis der aktuellen Nielsen-Umfrage. Die Schweizer verbringen pro Monat 3.5 Stunden auf Social Networks.
Facebook ist dabei das meistgenutzte Social Network. Die Plattform hat die grösste aktive Unique Audience weltweit. Durchschnittlich besucht ein Facebook-User 19 Mal im Monat das Social Network. Die Verweildauer auf Facebook liegt mit sechs Stunden pro User (pro Monat) deutlich über dem Durchschnitt.
Mit der entsprechenden Software ist ein Smartphone in der Lage, im Web gespeicherte Informationen über ein Objekt abzurufen und einzublenden. Mögliche Anwendungen dieser ‚Augmented Reality‘ sind virtuelle Schilder oder Etiketten, die anhand einer Maske über reale Gegenstände gelegt werden und das spezifische Objekt näher beschreiben. Diese Angaben werden, sobald das Gerät die aktuellen Daten mit dem Internet verglichen hat, beinahe in Echtzeit aufgebaut und angezeigt.
Tagged World
Die Idee hinter der ‚erweiterten Realität‘ ist relativ simpel – man steht vor einem Objekt und möchte aus dem Internet weitere relevante Informationen über dieses erhalten. Sei dies nun der Preis einer Uhr in der Vitrine eines Juweliers, die Miete für eine ausgeschriebene Wohnung, die Anzahl freier Betten in einem Hotel oder eine ausgeschriebene Aktion in einem Kaufhaus. Smartphones sind dank ihrer Ausstattung in der Lage, den eigenen Standort zu bestimmen, die Blickrichtung zu erfassen, Bilder zu erkennen und gleichzeitig Daten aus dem Internet abzurufen und zu verarbeiten. Die Online Enzyklopädie Wikipedia oder der virtuelle Globus Google Earth bieten sich beispielsweise als geradezu perfekte Datenquellen an, da sie bereits Informationen wie Koordinaten, Fotos und Beiträge einer Community in sich vereinen.
Anwendungen
Für iPhones und Android Handys gibt es bereits eine Vielzahl an Applikationen, die dem Benutzer für eine spezifische Umgebung oder eine Situation genau diejenigen Informationen zur Verfügung stellen können, die für ihn relevant sind. Für die Bilderkennung hat Google beispielsweise schon eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten, Weinetiketten oder Büchern in einer Datenbank gespeichert. Weitere Objekte wie CD’s, DVD’s, Plakate oder Lebensmittel im Supermarkt werden durch die Identifikation der Strichcodes bereits in anderen Diensten unterstützt. Google spielt offenbar mit dem Gedanken, in Zukunft auch Gesichter, Tiere und Pflanzen anhand der Bilderkennung identifizieren zu können. Als Grundlage für den Abgleich von Gesichtern können Profile auf Social Networks dienen – Flora und Fauna könnten anhand von Einträgen auf Wikipedia identifiziert werden. Auch in der Wahl des Anzeigegeräts ist eine Weiterentwicklung denkbar. Eine Integration in Windschutzscheiben von Fahrzeugen, in Brillen oder Kontaktlinsen würde den Komfort für den Nutzer deutlich erhöhen.
Die Möglichkeit der Verbindung von realen Objekten und virtuellen Informationen und Inhalten ermöglicht neue Anwendungen in vielen Bereichen. Ob als Reiseführer, Navigationsgerät, Planungssoftware oder als Orientierungshilfe für Soldaten, welche sich auf unbekanntem Territorium bewegen – Augmented Reality ermöglicht das Aufrechterhalten eines permanenten Flusses an Zusatzinformationen, welche sonst nicht ohne Weiteres und nur mit einem erheblich höheren Aufwand zugänglich wären.