Ein neues Feature von Facebook erlaubt die Integration des Ortes, an welchem eine Statusnachricht verfasst wurde. Updates werden um eine zusätzliche Information reicher.
Zusätzliche Informationen
Mit der Integration des Standorts in die Statusmeldungen und damit auch in den News-Feed des Sozialen Netzwerks, betritt Facebook und seine Nutzer eine neue Dimension. Voraussichtlich ab April 2010 wird es über ein neues Feature möglich sein, innerhalb von Facebook mitzuteilen, wo man sich gerade befindet. Ein weiterer Aspekt wird mit einer Sammlung von Software-Instrumenten abgedeckt werden, welche über die API-Schnittstelle auch externen Entwicklern erlauben wird, die geografische Komponente in weitere Apps mit einzubeziehen.
In Sachen Datenschutz hat Facebook offensichtlich dazugelernt. Ein Team von Spezialisten hat während gut einem Jahr an diesem Projekt gearbeitet und es nach eigenen Angaben zur Massentauglichkeit geführt – auf eine frühzeitige Ankündigung habe man bewusst verzichtet. Ausserdem soll das Feature über ein Opt-In eingebunden werden, welches jedem Benutzer die Kontrolle über die eigenen Updates gibt.
Potenziale
Knapp ein Viertel der Facebook-User, also rund 100 Mio., greifen mobil auf die Plattform zu. Gerade bei dieser Gruppe sind Informationen über den aktuellen Aufenthaltsort von grossem Interesse – massgeschneiderte Angebote von Fachgeschäften in der Umgebung, spezifisch abgestimmte Displaywerbung oder das Abrufen von Erfahrungen und Ratings von Freunden sind nur Beispiele für das vielfältige Anwendungsspektrum. Ganz im Sinne der Augmented Reality (vgl. Layar Browser) bestehen unzählige neue Möglichkeiten, die vor allem durch den Einbezug des virtuellen Freundeskreises interessant werden könnten. Facebook vertraut überdies auf den Pool der Entwickler-Gemeinschaft, welcher bislang immer wieder für neue und innovative Kreationen und Apps gesorgt hat. Neben Ortsgebundenen Netzwerken wie Loopt, Foursquare oder Gowalla hat auch Google, seit der Öffnung von Google Buzz ein direkter Konkurrent von Facebook, mit seinem Projekt Google Latitude die Komponente „Location“ mit einbezogen.
Vergleichen Sie zu diesem Thema auch folgende Artikel:
Eine amerikanische Studie von Ruder Finn bestätigt: Während 91% der Nutzer eines Mobiltelefons sich regelmässig mit diesem in einem Sozialen Netzwerk austauschen, tun dies bei den Desktop-User nur 79%.
Mobile Geräte gewinnen an Einfluss
Wie es scheint, gewinnen Smartphones zusehend an Bedeutung, auch wenn es darum geht, aktuelle Geschehnisse mit seiner sozialen Umwelt auszutauschen. Während täglich 2.7 Stunden posten 45% der untersuchten User Kommentare auf Social Newtork Sites, 43% unterhalten sich mit Freunden und 40% teilen allgemeine Inhalte wie beispielsweise Fotos mit. Das Mobiltelefon wird nach Aussage von Kathy Bloomgarden, Co-CEO von Ruder Finn, je länger je mehr zum zentralen Instrument wenn es darum geht, das eigene Leben zu organisieren.
Ausserdem sind Smartphones dank neuer Technologien beinahe überall einsatzbereit, flexibel in ihrem Anwendungsbereich und ein ideales Werkzeug wenn es darum geht, schnell zu handeln. Infolgedessen ist man mit der Bearbeitung von Aufgaben oder dem Teilen von Inhalten mit Freunden nicht mehr an einen Desktop und somit auch nicht mehr an einen Ort gebunden – ausser es handelt sich um grössere Volumina von Daten.
Weitere Erkenntnisse
Die wichtigsten Anreize für die mobile Nutzung des Webs sind neben dem Spitzenreiter „Socializing“ die Kategorien „Have Fun“, „Learning“, „Business“, „Advocate“, „Personal Expression“ und „Shopping“. Obwohl gerade beim Thema Social Media und Social Networks eine deutliche Zunahme von Traffic auszumachen ist, sollte man die Nutzung nicht nur auf diesen Anwendungsbereich und die damit verbundenen Motive reduzieren. Die Frage der Zugänglichkeit spielt sicherlich eine ebenso entscheidende Rolle, da erschwingliche Mobilfunkverträge, schnelle Mobilnetze, optimierte Websites, massgeschneiderte Apps und leistungsstarke Geräte die Grundlage für die mobile Nutzung sind.
Fazit Sarah Perez bringt es in ihrem Kommentar zur Studie von Ruder Finn treffend auf den Punkt: „The mobile web allows social networks to overcome their more “geeky” stigma of days past.“ Das mobile Internet ist nicht mehr nur ein Kanal der Computerfreaks und Streber, sondern bedient in zunehmender Ausprägung auch die Durchschnittsgesellschaft – und mausert sich langsam aber sicher zum Massenmedium.
Die Zeiten in denen Google News den grössten Teil des Nachrichtenverkehrs auf dem Internet-Highway verursachte sind Geschichte. Zu dieser und weiteren Erkenntnissen kommt eine Analyse von hitwise.
Facebook Benutzer ziehen Broadcast-Medien vor
Interessant ist nicht nur der Aspekt, dass Google News von Facebook als News-Reader überholt wurde, sondern auch welche Gegebenheiten sich aus den erhobenen Daten erkennen lassen. Während der mit Facebook verbundene Traffic vor allem mit TV- und Multi-Media-Sites stattfindet, zählen bei Google vorwiegend Sites aus dem Print-Segment zu den Top-Downstreamern.
Echtzeit als Faktor
Der Traffic zwischen Facebook und den Broadcast Media gestaltet sich ausserdem in etwa drei Mal grösser als derjenige von Google. Eine mögliche Erklärung für diese Unterschiede kann der Umstand sein, dass multimediale Kanäle wie Radio oder TV eine hohe Aktualität aufweisen. Wenn es darum geht, top-aktuelle Neuigkeiten in Echtzeit zu erhalten, werden Fernsehen und Rundfunk gegenüber den Printmedien und den damit verbundenen Inhalten wahrscheinlich. Auch Facebook verfügt in seinem Wesen über beträchtliches Potenzial, wenn es darum geht neue Informationen schnell in einem Gefüge von sozialen Kontakten weiterzuverbreiten. Ausserdem wäre es denkbar, dass die Kombination einer Beziehung zwischen den Benutzern und der Aktualität einer Botschaft einem Thema zu einer deutlich erhöhten Beachtung verhilft.
Das Social Network „Facebook“ spielt bei der Anbahnung und dem Aufbau des Kontakts zwischen Individuen und Marken eine relevante Rolle.
Wie eine Umfrage von Innofact Hamburg ergeben hat, hat Facebook einen entscheidenden Anteil am Aufbau von Marken. Die Umfrage, welche im Jahr 2010 mit rund 1‘000 Personen durchgeführt wurde, ergab, dass 60 % aller Nutzer durch Facebook mit neuen Marken oder Produkten von Unternehmen in Kontakt getreten sind – sei dies durch einen Beitritt als „Fan“ (27%) oder als Mitglied einer Gruppe (21%). Rund 10% der befragten Personen gaben an, dass sie schon Markenbezogene Inhalte an ihre Freunde weitergegeben haben.
28% der Befragten bestätigen, dass die Facebook-Präsenz und die damit entstandene Interaktion das Markenimage verbessert. Besonders gross war dieser Effekt, wenn die entsprechende Empfehlung von Freunden ausgegangen ist.Die Herkunft einer Werbebotschaft und die Beziehung zwischen den Individuen spielen innerhalb von Facebook offenbar eine entscheidende Rolle wenn es darum geht, einen Inhalt wirkungsvoll zu verbreiten.
Fazit: Marken müssen einfach auf Facebook präsent sein, denn es dient ihrem Image.
Facebook gehört nicht nur zu den Gewinnern unter den eigentlichen Social Network Sites, sondern legt auch im Gesamtvergleich des Segments Social Networking gehörig zu – neben YouTube und Wikipedia zählt die Plattform zu beliebtesten Social Media Services des Webs. Das Internet als Medium hat weiter zugelegt.
Laut einer neuen Internet-Umfrage von Nielsen, welche in den USA und ausgewählten europäischen Ländern anhand eines Haushalts-Panels durchgeführt wurde, zählt Facebook weltweit betrachtet die meisten Nutzer in der Kategorie „Social Network Site“. Insgesamt legte die Facebook-Gemeinde in den vereinigten Staaten mit einem Wachstum von 99% gegenüber dem Jahr 2008 mächtig zu und wird demnächst die 110 Mio. Grenze knacken. In der Kategorie Benutzerwachstum stellte Twitter mit seinen 579% alle anderen Social Network Sites in den Schatten.
Der grosse Verlierer auf dem deutschen Markt ist die Plattform studiVZ, welche einen Mitgliederrückgang von 14% hinnehmen musste. Obwohl bei den VZ Netzwerken und Facebook zusammen jeden Tag rund 11.9 Millionen deutsche Unique-Users aktiv sind, müssen sich die Netzwerke im internationalen Vergleich den Spitzenreitern YouTube und Wikipedia mit je 13 Millionen Besuchern geschlagen geben.
Auch in der Schweiz hat die Anzahl der Facebook User rapide zugenommen. Anders als im internationalen Vergleich liegt Facebook hierzulande zwar knapp vor Wikipedia. Gemäss Facebook waren im November des Jahres 2008 noch 1‘071‘740 Schweizer aktiv. Im September 2009 betrug die Anzahl der Benutzer nach Angaben der Schweizer Panels von NetMetrix rund 1‘466‘000 User – dies entspricht einem Zuwachs von 37%. Die Plattform YouTube ist aber mit Ihren 1.46 Mio. Nutzern auch in der Eidgenossenschaft die Nummer eins in der Kategorie Social Networking.
Nach neusten Erkenntnissen von Nielsen nutzen aktuell rund 81% der Schweizerinnen und Schweizer das Internet. Dies entspricht insgesamt 4,8 Mio. Personen von welchen sich 61% wiederum mindestens einmal täglich im Web bewegen. Bei einer genauen Betrachtung lassen sich aber deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern und den unterschiedlichen Altersstufen erkennen – während beispielsweise bei den Männern gut 70% das Internet täglich nutzen, sind es bei den Frauen nur knapp die Hälfte.
Eine Facebook Fanpage zu erstellen ist denkbar einfach, eine erfolgreiche Fanpage zu erstellen dafür umso mehr. Laut einer Untersuchung von sysomos haben 77% der Facebook Fanpages weniger als 1‘000 Fans.
Die konkreten Ergebnisse:
95% der Fan Seiten haben mehr als 10 Fans
65% der Fan Seiten haben mehr als 100 Fans
23% der Fan Seiten haben mehr als 1′000 Fans
4% der Fan Seiten haben mehr als 10′000 Fans
0.76% der Fan Seiten haben mehr als 100′000 Fans
0.047% der Fan Seiten haben mehr als 1′000′000 Fans (297 Total)
Insgesamt wurden von sysomos etwa 600‘000 Fanpages analysiert.
Im Grunde ist es nicht verwunderlich, dass berühmte Persönlichkeiten wie Michael Jackson (10.406.408 Fans) oder bekannte Brands wie Starbucks ( 5.114.616 Fans) die Nase ganz Vorne haben. Schliesslich sind diese allseits bekannt. Kleine Unternehmen, Dienstleistungen oder Webseiten besitzen diesen Vorteil (noch) nicht und müssen daher mit intensiven Bemühungen ihre Fans rekrutieren.
Wie sind die verschiedenen Kategorien von Fanpages auf Facebook vertreten?
Nachfolgende Grafik zeigt die prozentualen Anteile der verschiedenen Kategorien der Fanpages auf:
Vergleicht man diese allerdings mit den Fanpages, die mehr als 1 Million Fans haben, dann sieht die Verteilung folgendermassen aus:
Haben nun kleinere Firmen oder Unternehmen gar keine Chance, eine grosse Anzahl von Fans anzusprechen?
Wie bei vielen anderen Marketing-Aktivitäten ist auch hier kein Erfolg über Nacht zu erwarten. Ein vorher ausgearbeiteter Marketingplan ist hier die beste Grundlage um langsam aber stetigen Erfolg zu erreichen.
Heinz Ketchup lanciert eine Special-Edition und lässt die Facebook-Fans über die neue Flaschen-Etiketette abstimmen, welche im Sommer 2010 eingeführt wird. Auch sonst macht Heinz ganz schön auf Mitmach-Web und ist auf den gängigen Plattformen wie Facebook, YouTube (noch fehlt der Channel) und flickr (kein Profil) präsent, und lässt alles auf der Microsite room57.de zusammenfliessen:
Unter dem Titel „Open Sauce“, angelehnt an den Web-Gedanken “Open Source”, setzt die Ketchup-Marke Heinz ihre Kommunikationsoffensive im Mitmach-Web um. Das Düsseldorfer Unternehmen will stärker mit Kunden und Fans der Marke kommunizieren und sie aktiv einbinden.
Den Auftakt der Online-Anstrengungen bildete der zur Grillsaison 2009 produzierte Video-Clip „Wie klingt eigentlich Heinz?“ und die Microsite www.room57.de. Nach der Neugestaltung der Markenwebsite www.heinzketchup.de können Kunden nun zudem über die Facebook-Fanpage mit der Marke in Kontakt treten. Facebook-User werden außerdem in die neue Website eingebunden. So gibt es auf der Homepage ein Preview des Facebook-Auftritts.
Als kommunikative Klammer wurde ein Key-Visual entwickelt, das mit einem stilisierten Herz den Spruch „I love Ketchup“ bildet. Dafür legt die Marke zum ersten Mal in der Firmengeschichte eine Sonderedition auf, deren Flaschen-Etikett komplett umgestaltet und dessen Motiv von den Facebook Usern per Voting ausgesucht wurde. Im Januar 2010 kommt die limitierte Sonderedition in den Handel.
Das finde ich eine ziemlich interessante Erkenntnis, die das Werbenetzwerk Chitika im Rahmen einer Studie über das Browsingverhalten von 33 Millionen Internetusern herausgefunden hat: Laut den Ergebnissen besuchen 20% der Besucher einer Website, die von Facebook kommen, diese Website mindestens 4 mal die Woche wieder. [via]
Traffic von Facebook scheint ganz schön wertvoll zu sein.