Sommerloch sei Dank haben wir es momentan in den Medien mit Newsmeldungen zu tun, bei denen man sich kopfkratzend fragen muss, wie sie den Weg in die Zeitung überhaupt gefunden haben. Ein Artikel in der Münsterischen Zeitung bot uns gestern das beste Beispiel dafür. Ein umgestossener und zerbrochener Blumenkübel vor einem Altersheim war der Lokalzeitung am Dienstag Grund genug einen Newsartikel auf ihrer Homepage zu veröffentlichen. Rund zwei Tage lang war Ruhe und keiner schenkte der Geschichte Beachtung – bis gestern Twitteruser „Clusto“ die Sache wieder aufgriff und einen Tweet veröffentlichte, der im WWW eine wahre Lawine auslösen sollte.
Binnen weniger Stunden wurden tausende Tweets mit dem Hashtag #Blumenkübel veröffentlicht. Die Raute verdeutlicht dabei noch einmal das Schlagwort. Im Sekundentakt folgten neue Nachrichten, was dem Thema schliesslich den 4. Platz in den welteweiten Trending Topics (Schlagwort-Rangliste von Twitter) bescherte! Eine Leistung, die bislang nur wenigen deutschen Topics gelungen ist. Inzwischen hat der Blumenkübel auf Facebook sogar eine eigene Fanpage, die bereits mehr als 2500 Mitglieder zählt!
Diese Geschichte zeigt einmal mehr das enorme Potenzial des Zwitscher-Netzwerkes auf und verdeutlicht eindrücklich, wie schnell sich eine einfache Meldung verselbstständigen und zu einer immensen viralen Kampagne werden kann. Sie zeigt aber auch, dass Mund-zu-Mund-Propaganda kaum steuerbar und deshalb gezielt auch nur schwierig zu initiieren ist.
Der grösste und erfolgreichste Onlineversandhändler Amazon und das bekannteste Social Network Facebook arbeiten in Zukunft zusammen. Derzeit können allerdings lediglich Facebook-Nutzer aus den USA via Facebook Connect die beiden Accounts verknüpfen.
Amazon erhält damit die Möglichkeit, auf Profilinformationen von Facebook-Nutzern zuzugreifen und kann in der Konsequenz dann Geschenkvorschläge anhand von Lieblingsautoren, Lieblingsmusik oder ähnlichem unterbreiten. Zudem besteht die Möglichkeit, Wunschlisten von Freunden einzusehen. Der Facebook-Nutzer erhält also Geschenkvorschläge für alle seine Freunde, ohne dass diese den Dienst ebenfalls aktivieren müssen.
Allerdings betont Amazon, dass vertrauliche Informationen wie getätigte Einkäufe nicht an Freunde weitergeleitet werden und diese darüber hinaus nicht persönlich kontaktiert werden. Es liegt allerdings klar auf der Hand, dass massgeblich Amazon von der neuen Kooperation profitiert. Die zahlreichen Profilinformationen ermöglichen dem Onlineversandhändler gezielt, ihr Empfehlungsmarketing zu verbessern.
Diese Kooperation macht unter anderem nochmals deutlich, wie relevant Social Commerce und Empfehlungsmarketing in der heutigen Zeit für den Verkauf sind. Aus Sicht der Nutzer ist allerdings ganz klar anzumerken, dass Empfehlungen von Freunden einen deutlich höheren Stellenwert besitzen als beispielsweise Empfehlungen über Amazon.
Diese Tatsache ist auch vielen Online-Shops bereits bekannt und diese entscheiden sich in der Konsequenz immer mehr für sogenannte Facebook-Shops. Hier ist mittels des “Gefällt mir” Buttons für andere Nutzer sofort ersichtlich welche Kleidungsstücke oder Produkte den Freunden gefallen. [via]
Was halten Sie davon? Würden Sie diesen neuen Dienst nutzen?
«The Social Network» zeigt als Film die Anfänge von Facebook, und wie das Mark Zuckerberg so gemacht haben soll.
Der Trailer von Regisseur David Fincher (Fight Club, Seven) nach dem Buch von Ben Mezrich zeigt schon mal, in welche Richtiung es geht: schmutzige Wäsche, Sex, Drama, Wirtschaftskrimi und vielleicht auch Humor….
Der Film kommt irgendwann im Oktober in die Schweizer Kinos.
Immer wieder überraschend, welche Macht einzelne Blogger haben können: Dieses Mal deckt ein Blogger verfälschte Bilder von BP auf – und bringt das Unternehmen ganz schön in Bedrängnis.
BP stellte ein mit Photoshop verfälschtes Bild auf die Webseite. Auf dem Schnappschuss von der Schaltzentrale in Houston, von wo aus die Ölkatastrophe überwacht wird, sieht man die Schattenumrisse von BP-Mitarbeitern vor zehn grossen Überwachungsmonitoren. Darauf zu erkennen sind Unterwasserbilder der Ölkatastrophe. Das Problem: Einige der Bildschirme waren zum Zeitpunkt der Aufnahme aus. BP hat aber Retuschierungen vorgenommen – und diese mittlerweile eingeräumt.
Er machte zahlreiche Screenshots, analysierte diese akribisch und stellte sie anschließend auf seinen Americablog http://americablog.com. Die jüngste PR-Panne BPs ist Ausdruck des Missmanagements im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit. Vor allem der Konzernchef Tony Hayward gerät mit zahlreichen Verbalausfällen in die Kritik.
Wichtige Fussballereignisse werden immer rege genutzt, um die Werbetrommel zu rühren. Neuerdings spielt Social Media Marketing dabei eine wichtige Rolle.
Sponsoring
Die FIFA hat dieses Jahr ein neues Sponsoring-Konzept erarbeitet. Neben sechs bereits feststehenden ständigen FIFA-Partnern (adidas, Coca-Cola, Emirates Airline, Hyundai Kia Automotive Group, Sony und VISA) gibt es bis zu sechs weitere FIFA-WM-Sponsoren und bis zu sechs nationale Förderer. Die Budgets für Werbekampagnen sind hoch zu dieser Zeit. Jedoch wird nicht nur in Print und in TV Spots investiert, sondern Online-Kampagnen gewinnen immer mehr an Bedeutung.
Unter anderem hat der Sony Ericsson den “Twitter World Cup” gelauncht. Dabei handelt es sich um einen Online-Wettbewerb, der Fans dazu aufruft, ihre Teams in einem virtuellen Wettbewerb per Tweets zum Sieg zu führen. Coca Cola lässt den offiziellen WM Song über das Netz verbreiten, welcher bereits auf Platz 1 der Hitparade steht.
Trittbrettfahren erlaubt
Das nicht nur die offiziellen Partner mit der WM werben möchten ist klar. Vor allem im Bereich Online-Marketing gibt es einige gute Beispiele von Firmen, welche sich mit der WM positionieren möchten. Rexona zum Beispiel startet eine Facebook Kampagne. Neben dem obligatorischen Fußball-Quiz gibt es auf der Fanpage die “Rexona men United“-Applikation. Dort stellen User aus den Reihen ihrer Facebook-Freunde ihre persönliche Traumelf zusammen. Das Mannschaftsfoto kann mit Fußballer-Klischeefrisuren verschönert werden. Mercedes unterstützt seine Crossmediale Kampagne „der vierte Stern von Deutschland“ mit Social Media-Aktivitäten auf Facebook und einer iPphone Aplikation.
Bruchteil der klassischen Media-Budgets
“Internationale Sport-Events bieten grossartige Chancen, um Social Media-Kampagnen zu lancieren – noch dazu, wenn diese im Optimalfall nur einen Bruchteil der klassischen Mediabudgets verschlingen, die sonst investiert werden müssten”, sagt Microblog-Experte Günter Exel gegenüber pressetext. Dafür sollten allerdings die Stärken aller Web 2.0-Kanäle eingesetzt und kombiniert werden.
“Im Mittelpunkt der Strategie sollte nicht die einzelne Plattform stehen, sondern vielmehr eine übergreifende Kommunikationsidee. Diese sollte in die jeweilige soziale Plattform übersetzt – und mit dem Webauftritt des Unternehmens vernetzt werden”, so Exel.
flattr (=schmeicheln) ist ein relativ neuer Social-Payment-Service für Content-Produzenten, die über diesen für ihre Inhalte im Netz zusätzliche Einnahmen generieren können.
Und das geht so:
Die Frage ist, ob sich der Dienst durchsetzen wird. Immerhin ist der Button bei www.taz.de schon im Einsatz.
Bis anhin hat die Deutsche Telekom ihren Twitter Account hauptsächlich für Promotionen und Öffentlichkeitsarbeiten genutzt. Neu beantworten sie auch Fragen für den Kundendienst: @telekom hilft.
Aufwand und Ertrag
Kosten und Nutzen des neuen Dienstes wurden sicherlich im Vorfeld genau abgewogen, denn diese neue Funktion bedeutet einen hohen Mehraufwand für die Deutsche Telekom, da sich sowohl Privat- wie auch Geschäftskunden an den Konzern wenden können. Auch Mobilfunknutzer der Telekom haben die Möglichkeit, Fragen in Form von Tweets zu platzieren. Sieben Mitarbeiter wurden bis anhin angestellt um technische Probleme mit 140 Zeichen zu lösen.
Hier werden Sie geholfen
Den Servicekanal bei Twitter wird voraussichtlich nur montags bis freitags von 8 bis 20 Uhr bedient. Reicht die Textmenge auf Twitter nicht aus, schreiben die Mitarbeiter zusätzlich E-Mails an die Kunden. Die Telekomtwitterer warnen jedoch davor, persönliche Daten zu posten. Am Donnerstagnachmittag zählte der Account bereits 890 Follower. Das Unternehmen kann über folgenden link erreicht werden: www.twitter.com/telekom_hilft
Den Kunden wirklich einbinden
Was bei Britisch Telecom seit letztem August funktioniert, könnte auch anderen Anbietern der Branche gelingen. Begonnen hat BT mit einem einzigen Mitarbeiter, welcher alle Anfragen auf Twitter beantwortet und sichergestellt hat, dass technische Probleme auch behoben werden. Dies war so erfolgreich, dass man darauf gleich ein ganzes Team zusammengesellt hat, welches täglich mit den Kunden twittert. Das neueste Phänomen ist dies, dass Fans der BT nun auch schon bei der Problemlösung mithelfen. Auf Twitter und dem BT Care Forum helfen sich Kunden gegenseitig mit der Lösungsfindung. Der fleissigste User hat bereits 137 Fragen beantwortet.
Gemäss Facebook hätten bereits 50‘000 Websites die Features der Open Graph API installiert, welche letzte Woche an der F8 Konferenz in San Francisco von Mark Zuckerberg vorgestellt wurde.
Mit der neuen API soll in Zukunft das gesamte Netz sozial gemacht werden. Der „I like“ Button soll über die Grenzen von Facebook hinaus in die weite Welt getragen werden. Mögen drei Freunde eine Sache (dies kann ein Buch, eine Band oder ein Restaurant sein), wird dieses dann bei der Suche angezeigt. Auf der Suche nach einem DVD beispielsweise können die Filme berücksichtig werden, welche die eigenen Freunde mögen.
Die Installation ist relativ einfach und kann durch hinterlegen von bestimmten Metatags erfasst werden.
Auswirkungen auf die Suche im Internet
Durch dieses Feature verändert sich das Suchen im Internet, da es einen komplett neuen Algorithmus verursacht. Gesucht wird in Zukunft nach den Vorlieben der User im eigenen Umfeld, welchen eine Seite zu einem bestimmten Thema gefällt. Das Ranking würde sich insofern verändern, da die Webseiten unter anderem von Verlinkungen zu anderen Seiten abhängen. Jeder Website-Besitzer wird versuchen, so viele User wie möglich zu bewegen ihren „I like“ Button anzuklicken.
Facebook könnte damit zum Zentrum des Internets werden. Sofern nicht Datenschützer auf die Barrikade gehen werden, denn jegliche „I like“-Aktionen sind öffentlich und für jeden einsehbar.
Von Kommunikationsverantwortlichen, insbesondere aber auch vom Internet-User selbst, wird das Internet in seinem Wesen als ein wirres Geflecht von Inhalten und Services wahrgenommen. Eine eigentliche Übersicht über das breite Angebot gibt es nicht. Ethoritiy hat sich dieser Problematik angenommen und bringt, zumindest im Segment Social Media, ein wenig Licht ins Dunkel. Das Konversations-Prisma stellt den Kommunikationsverantwortlichen ins Zentrum des Geschehens und umgibt ihn mit den zurzeit besonders relevanten Social Media Kanälen.
Social Media im Wandel
Für das Erstellen der zweiten Grafik dieser Art wurden zahlreiche Anregungen von Usern gesammelt, evaluiert und entsprechend berücksichtigt. Die Zunahme der Vielfalt unterschiedlicher Services ist im Vergleich zur ersten Evaluation dieser Art beeindruckend. Die Kategorien wurden entsprechend den neusten Entwicklungen angepasst: ‚Location Based Services‘ und ‚Gaming‘ kamen hinzu, die Kategorie ‚Events‘ verabschiedete sich. Das Wachstum der Plattformen, die permanente Verschiebungen der Nutzerzahlen und die Veränderungen der Interaktionskonzepte gehören bei den Sozialen Netzwerken aber nach wie vor zur Tagesordnung.