KakaoTalk: Der Messenger-Dienst und WhatsApp-Konkurrent aus Südkorea


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Messenger Südkorea KakaoTalk

In Südkorea kennt WhatsApp kaum jemand. Dafür ist die Messenger-App KakaoTalk umso populärer. In diesem Blogbeitrag stelle ich euch die Funktionen dieses Instant-Messaging-Diensts vor.

KakaoTalk wurde 2010 vom südkoreanischen Internetunternehmen Kakao gegründet. 2014 fusionierte KakaoTalk mit Daum, dem zweitgrössten Internetportal Südkoreas. Das grösste ist Naver, welches mit Line ebenfalls einen Messenger-Dienst betreibt.

Verbreitung und Nutzerzahlen

Kakaotalk hat über 150 Millionen registrierte User, davon sind 48 Millionen monatlich aktiv. (Stand 2015). Davon stammen die meisten aus Südkorea. Dort ist die KakaoTalk-App auf 93% aller Smartphones installiert. Doch auch auf den Philippinen und im südostasiatischen Raum wird die App verwendet. Ausserhalb Asiens ist KakaoTalk jedoch spärlich verbreitet und hat dort gegen Konkurrenten wie WhatsApp keine Chance. KakaoTalk gibt es aktuell in 15 verschiedenen Sprachen, darunter auch Deutsch. Jedoch kennt hierzulande die App kaum jemand.

Funktionen

KakaoTalk funktioniert ähnlich wie WhatsApp. Im Vordergrund steht die klassische Chatfunktion. Auch Gruppenchats sind bei KakaoTalk möglich. Über den Chat kann man zudem Fotos, Kontaktinfos oder Sprachnachrichten verschicken. Besonderes Merkmal der südkoreanischen App sind die Kakao Friends Stickers, spezielle kuriose asiatische Emoticons:

Emoticons KakaoTalk App

Zudem ist es möglich, mit KakaoTalk einerseits normal zu telefonieren und andererseits auch über Video-Telefonie. Es gibt sogar eine Group Call-Funktion, mit der man gleichzeitig mit bis zu 5 Personen telefonieren kann.

Auch interessant und bei WhatsApp nicht vorhanden, ist die Terminplanungsfunktion sowie eine Umfrageoption. Diese und weitere Funktionen werden in diesem unterhaltsamen Videos nochmals vorgestellt:

Plus Friend und Yellow ID – Nutzungsmöglichkeiten für Unternehmen

Stars und Musikbands kann man durch die Plus Friend-Funktion folgen. Daneben ist Plus Friend vor allem für grosse Unternehmen gedacht, die eine spezifische Kooperation mit KakaoTalk eingehen. Unternehmen wie McDonalds oder Samsung bezahlen für diesen Service. Dieser Kanal wird dann für News, Rabatte und Coupons eingesetzt. Dieses fröhliche und schrille Video präsentiert Beispiele davon:

Yellow ID hingegen ist für kleinere Unternehmen gedacht. Es ist gratis und frei zugänglich, die Firmen müssen sich lediglich verifizieren. Im Gegensatz zu den Plus Friends haben die Yellow ID-Unternehmen keine eigene Kategorie und müssen aktiv von den Usern hinzugefügt werden, damit diese die Nachrichten der Firma erhalten.

 

Und habt ihr die KakaoTalk-App schon ausprobiert? 😉

Dieser Artikel wurde am 18.Februar 2016 von Dominik von Büren geschrieben. Dominik ist SEO & SEA Project Manager bei xeit und bloggt hier zu Themen rund ums Internet.

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Antworten zum Artikel

  1. Suppechaschper, 19. Februar, 2016:

    Was Sicherheit betrifft, ist KakaoTalk leider auch mit WhatsApp vergleichbar. Heutzutage dürfte man erwarten, dass (wie z.B. bei Threema) Ende-zu-Ende-Verschlüsselung gewährleistet, dass mit den persönlichen Daten kein Unfug betrieben werden kann. Ansonsten aber eine schöne App, die bei uns aber kaum jemand nutzt.

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