ONLINE TRENDS 2012: [3] SOCIAL SHOPPING
20. Dezember 2011 von Philippe | 4 Kommentare
Dass die Glaubwürdigkeit einer Aussage über ein Produkt höher ist, wenn sie von anderen Usern und nicht vom Hersteller selbst stammt, ist weitgehend bekannt. Nun nehmen aber die Bewertungen von erstandenen Produkten zunehmend differenziertere Formen an, als simple Likes oder Klicks auf Sterne. Kosmetik auf YouTube Videobloggerinnen wie Elle Fowler sind Teil der Erfolgsgeschichte von Social Shopping, die noch lange nicht zu Ende geschrieben ist. Vor ein paar Jahren hat sie begonnen, ihre Meinung über gekaufte Kosmetikprodukte via YouTube kundzutun. Mittlerweile werden ihre Videos regelmässig zwischen 200‘000 und 500‘000 Mal angeklickt. Als YouTube-Star hat sie an ihrer Popularität sicherlich ganz schön mitverdient. Man stelle sich dieses Potential für den Hersteller eines Beauty-Produkts vor, das sie vor kurzem „gekauft“ hat. Einkaufen mit Freunden Ein weiteres Potential bergen die Communities auf Facebook und Twitter: Einerseits besteht die Möglichkeit, innerhalb der Fanpages von Produkten und Marken über ebendiese zu diskutieren und Empfehlungen abzugeben. Andererseits verstehen es immer mehr Online-Shop-Betreiber, ihren virtuellen Laden mit dem blauen Riesen zu verknüpfen. Dadurch sehen die Freunde, was man gekauft hat und können es einem gleichtun. Die Relevanz von Social Media für Kaufentscheidungen ist im Steigen begriffen. Social Shopping als Trend? Social Shopping hat noch viele weitere Gesichter, denkt man beispielsweise an den auch in der Schweiz tätigen Gutscheindealer GROUPON. Gewisse soziale Formen des Einkaufs machen sich hierzulande also schon bemerkbar. Als Trend hat es sich in den USA bereits etabliert und wird im 2012 den Weg über die Alpen finden. Auf jeden Fall werden die Sozialen Medien in nächster Zeit auch das Einkaufen merklich verändern.


















































Antworten zum Artikel
Auch erwähnenswert: payvment.com
1. Ja, die Menschen, die ein Faible für bestimmte Themen und Produkte haben, können sich heute gut Gehör verschaffen und einige bringen es zu einer grossen Leserschaft. Aber ist das F- oder Social Commerce? Dann haben auch Zeitschriften immer schon Social Commerce gemacht, oder? Wenn sich die Bloggerin dann durch eine Firma zu einer Produktpräsentation gegen Geld hinreissen lässt, nennt man das ein Advetorial.
2. Wer diskutiert denn im real existierenden Facebook über Produkte. Die Auswirkungen im Social Media Monitoring bezüglich Retweets, Likes und Weiterempfehlungen zeigen ja meist keinen Buzz, der plötzlich durch das Web geht sondern bestenfalls eine Mittelmeerwelle an einem ruhigen Sommertag.
3. Groupon und konsorten sind eigentlich gar nicht Social, weil es ja gar keine Gemeinsamkeit und keinen Austausch zwischen den Kunden geben muss und die Deals ja schon ab 1-2 Käufern zustande kommen.
Ich finde, man sollte langsam anfangen den Social Trend zu entmystifizieren und klare Zahlen auf den Tisch legen und nicht ständig durch Venture Capital gepushten Themen nachrennen.
Grüezi Herr Schweizer
Ein nachträgliches Dankeschön für Ihren Input.
Grüezi Herr Zimmermann
Vielen Dank für Ihre kritischen Einwände. Zu den Punkten:
1. Das ist aus meiner Sicht eine Definitionsfrage. Hier wird Social Shopping resp. Social Commerce relativ weit gesehen und ich will nicht mit Ihnen über Semantik streiten
2. Auch ich diskutiere auf Facebook relativ wenig über Marken, das heisst aber noch nicht, dass andere das auch nicht tun. Möglicherweise werden unmittelbar keine hohen Wellen geschlagen, aber wenn sich langfristig der Meeresspiegel erhöht, kann das auch als Erfolg gedeutet werden (NUR bildlich gesprochen natürlich).
3. Bei Groupon muss man nicht, aber man sollte doch andere Leute auffordern mitzumachen, um von einem Deal profitieren zu können. Wenn in der Schweiz die Deals schon ab 1-2 Personen zustande kommen, schwächt dies den Effekt natürlich ein. Wer aber weiss, wie sich das entwickeln wird?
Es ist löblich, dass Sie sich mit dem Thema kritisch auseinandersetzen und offensichtlich nicht auf jeden Zug aufspringen wollen. Hier handelt es sich aber nicht um einen wissenschaftlichen Artikel sondern um einen Blogpost, der sich mit einem möglichen Online-Trend der Zukunft auseinandersetzt.
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