„six degrees of seperation“ updated – jeder kennt jeden über 4 Ecken!
25. November 2011 von Alex | 3 Kommentare
Milgrams „six degrees of seperation“ erhält ein Update und heisst nun „four degrees of seperation“ Stanley Milgram, seinerzeit Professor in Harvard, untersuchte in den 60er Jahren in einer Studie die Verknüpfungen sozialer Kontakte. Er wollte herausfinden, ob eine Person, die zufällig ausgewählte wurde, einen Unbekannten nur über indirekte Beziehungen erreichen kann. Das Experiment von damals – jeder kennt jeden über 6 Ecken Das Ergebnis verblüffte. Der erste Brief traf nach nur vier Tagen ein. Im Schnitt lagen 5,2 aufgerundet sechs Personen dazwischen. Daher kommt die Formel: Jeder kennt jeden über sechs Ecken. Neue Ergebnisse – jeder kennt jeden über 4 Ecken Ein aktuelles, verblüffendes Beispiel Der Post wurde fast 61‘000 mal geteilt. Das Interesse der Medien war geweckt und die Suche nach dem Vermissten somit auch in die analoge Welt hinausgetragen. Durch den gesteigerten Bekanntheitsgrad konnte er nach nur zwei Tagen nach Veröffentlichung des Posts in der Nähe seines Hauses gefunden werden. Das ungewöhnliche daran ist, dass keiner der Familienmitglieder Facebook nutzt, geschweige denn mit dessen Funktion vertraut ist. Das Beispiel verdeutlicht wie kein anderes, dass die Welt vernetzter ist denn je – und dass dieses „Verbundensein“ nicht immer schlecht sein muss. [Quelle], [Quelle]
Dafür wählte Milgram einen Freund aus Boston aus. Die Experimentteilnehmer sollten versuchen, diesem Freund einen Brief zu schreiben, ohne dessen Adresse zu kennen. Sie leiteten den Brief einfach einem Bekannten weiter, welcher das gleiche tat, bis einer die Zielperson kannte.
Nun erhält die Studie ein Update. Ein Forscherteam, darunter ein Softwareanalyst von Facebook, untersuchte sämtliche Verbindungen aller Facebook-Mitglieder. Zum Zeitpunkt der Analyse waren ca. 720 Millionen Nutzer registriert, mit insgesamt 69 Milliarden Verbindungen. Eine Software kam zum Schluss, dass die durchschnittliche Entfernung zwischen zwei Mitgliedern bei 4,74 Kontakten lag. Jeder kennt also jeden über 4 Ecken. Das Resultat verdeutlicht Facebooks Langzeitstrategie, die Welt mehr „open and connected“ zu machen.
Luis Matias von den Philippinen, 78 Jahre alt, leidet an Gedächtnisschwund. Er wurde für zwei Wochen vermisst, nachdem er wie so oft sein Haus verliess. Seine Familie war verzweifelt auf der Suche nach ihm, ohne Erfolg.
Seine Frau trug eine Vermisstenanzeige an ihrem Körper, um auf das Verschwinden aufmerksam zu machen, als eines Tages ein Fotograf auf sie stiess.
Er schoss ein Bild von ihr, postete es zusammen mit den Kontaktdetails und dem Aufruf zur Hilfe auf Facebook.
[four degrees of seperation], [small world phenomenon]
[Bild1], [Bild2]




















































Antworten zum Artikel
Diese Studie ist – genauso wie die erste – weder repräsentativ noch wissenschaftlich sauber durchgeführt, denn sie berücksichtigt nur Facebook-Mitglieder. Wenn man sich eine Weltkarte der Facebook-Verbreitung anschaut, wird schnell offensichtlich, dass die sensationsträchtige Aussage so nicht stimmen kann. In Russland, China und Indien sind andere Netzwerke viel weiter verbreitet. Korrekt müsste es also heissen “Auf Facebook kennt jeder jeden um vier Ecken”.
Ich will damit nicht Erstaunlichkeit der generellen Aussage schmälern, denn global betrachtet sind es vermutlich wirklich nur 6 – 7 Ecken, was ja wirklich beeindruckend ist.
Hallo Herr Metzinger
Vielen Dank für Ihren Input.
. Oder was denken Sie?
Sie haben natürlich recht, die Studie befasst sich in der Tat nur mit Facebook. Dass sich die Forscher aber nur auf dieses Netzwerk konzentriert haben, lässt nicht auf ein unsauberes wissenschaftliches Vorgehen schliessen.
Zudem mutmasse ich, dass andere soziale Plattformen durchaus vergleichbar sein könnten, innerhalb ihrer Landesgrenzen. Jetzt stellt sich nur die Frage, wie die einzelnen Netzwerke verbunden sind – oder besser gesagt, wieviele “gemeinsame Freunde” diese haben. Denn so liesse sich das Netz weiter spinnen
Sagen wir es mal so: würde nicht behauptet, “jeder kennt jeden über vier Ecken”, sondern “auf Facebook kennt jeder jeden über vier Ecken”, dann wäre die Sache seriös, aber nur Facebook untersuchen und dann zu solchen Schlussfolgerungen zu kommen, das ist einfach unseriös und nicht wissenschaftlich.
Zu untersuchen, wie die Netze miteinander verknüpft sind, das wäre in der Tat eine äusserst spannende Sache.
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