Online-Reputation wird zum Schlagwort für den Arbeitsmarkt der Zukunft


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Will man den Ratschlägen von diversen Analytikern sowie amerikanischen Trends Glauben schenken, so sollte man seiner Identität im Netz Sorge tragen, damit man sich die Chancen bei der Arbeitssuche nicht schon von Anfang an (unbewusst) verbaut.

 

Praktisch jeder, der in Berührung mit dem Netz kommt, kreiert sich eine Identität im Netz – Die einen eine ausgeprägtere, die anderen weniger. Frappant ist aber, dass diese Identität im Vergleich mit der realen Identität unter Umständen total divergieren kann. Das kann auch seinen Nutzen haben, aber im Normalfall will man, dass die beiden möglichst Identitäten übereinstimmen.

 

Vorreiter USA

Berichten (Genuine VC, Karrierebibel, Imgriff.com) zu Folge ist man in den USA so weit, dass Arbeitgeber, die eine Stelle zu vergeben haben, ihren Favoritenkreis des öfteren auch im Netz aufs Korn nehmen. Sie ziehen also nicht nur die Informationen zu Rate, die ihnen der Interessent zuspielt. Logisch, dass Skepsis aufkommt, wenn das Gefundene im Netz ein anderes Licht auf den Bewerber wirft. In diesem Fall tut der Arbeitssuchende wirklich gut daran, besagte Online-Reputation möglichst vorteilhaft oder wenigstens richtig zu gestalten.

 

Das Fallbeispiel auf youtube, veranschaulicht die Gefahr beispielhaft?

 

5 Tipps im Umgang mit dem Internet

Aber wie steuere ich meinen Online-Ruf, oder wie kann ich ihn gar verbessern?

Imgriff.com liefert dafür 5 Tipps:

  1. Domain mit eigenem Namen registrieren:
    Mit einer .de-, .ch- oder .com-Domäne nach dem Muster «VornameNachname.ch» erschafft man ein Gefäss, das wahrscheinlich die erste Anlaufstelle der Suchenden sein wird. Also sollte man sich an dieser Stelle möglichst vorteilhaft präsentieren, in Sinne einer ausführlicheren Identitätskarte. Wenn man an einer anderen Stelle schon ein ausführliches und sichtbares Profil angelegt hat (z.B. Xing), so kann man dieses mit der Domain direkt verlinken, so dass man nur eine Anlaufstelle ausführlich zu pflegen hat, nicht deren zwei.
  2. Unter Klarnamen bloggen:
    Der Erfolg im Blog Business kann sich aufgrund der Verlinkung und gegenseitiger Anstützung sehr schnell einstellen, beispielsweise, wenn man bei Google höher eingestuft wird. Im eigenen Interesse lenkt man dann den Erfolg auf seinen eigenen Namen und nicht auf ein nichts sagendes Pseudonym. Besonders dann, wenn man gerne in dem Berufsfeld tätig wäre, das man über das Blog schon bearbeitet hat.
  3. Suchmaschinen im Auge behalten:

    Da Suchmaschinen ein guter Indikator sind, gilt es diese auch zu beachten. Auf Google kann man nicht wirklich direkt einwirken. Doch auf Spok, einer Suchmaschine spezialisiert auf die Personensuche, kann man sich anmelden und sein eigenes Profil beanspruchen. Bei Veränderungen daran wird man von nun an benachrichtigt und kann auf diese eingehen – und sie allenfalls korrigieren.
    Aber für den Anfang wird es wahrscheinlich auch genügen, einen GoogleAlert zum eigenen Namen zu erstellen.

  4. Andere mit dem Aufräumen beauftragen:
    Mit der Online-Reputation erschliesst sich auch ein neues Berufsfeld, das schon von Pionierfirmen besiedelt worden ist. So kann man ReputationDefender damit beauftragen, den eigenen Ruf rein zu halten. Für einen bestimmten Monatsbetrag gehen sie allem nach, was dem Ruf schaden könnte, den Erfolg kann man momentan noch nicht einschätzen, aber es werden sicherlich noch andere ähnliche Firmen folgen.
  5. Selbstdisziplin:

    Im Internet, besonders beim anlegen von eigenen Profilen auf irgendwelchen Seiten, sollte man sich immer bewusst sein, dass praktisch nichts unentdeckt bleibt. Auf jeden Fall nicht, wenn jemand intensiv danach sucht. Mit relativ wenig Aufwand erreicht man da schon viel. Also sollte man die Bilder von der Party vom letzten Wochenende manchmal mit Vorteil nicht mit dem eignen Profil verknüpfen.

Die absolute Gewissheit bezüglich seines Rufs im Internet wird man wohl nie erreichen können, aber mit ein bisschen Vorsicht kann man der Erfolgsfaktor schon um einiges steigern. Wer weiss, ob die Online-Reputation vielleicht eines Tages entscheidend sein wird, wenn es darum geht, einen neuen Job zu finden – vielleicht sogar den Traumjob?

Dieser Artikel wurde am 20.Dezember 2007 von xeit gmbh geschrieben.

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  1. Pingback: styropor.digital » Blog Archive » Web 2.0 im Recruiting, resp. Bewerbungsprozess on Dienstag, 01UTCTue, 01 Jan 2008 17:19:23 +0000 1. Januar 2008

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