Fachbegriffe oder wenn Werber sich schlecht verkaufen


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Vergangene Woche publizierte Spiegel Online ein sehenswertes Video worin einige (Online-)Marketing-Fachleute entlarvt und deren «Unwissen» genüsslich de,omstriert worden ist [via: omc.ch]. Was verbirgt sich schon wieder hinter Begriffen wie „Affliliate Marketing“, „Consumer Generated Advertising“ oder „Interstitial“? Falls Sie selbst etwas unsicher sind, was nun „Conversion Rate“ oder „http“ bedeutet, lassen Sie uns alle genannten Begriffe kurz erklären:

  • Affiliate Marketing: Beim Affiliate Marketing werden durch Partner-Websites, die dafür eine Provison beziehen, neue Vertriebskanäle erreicht. So schaltet eine Reiseversicherungs-Agentur ihre Banner nicht nur auf den konventionellen Werbeplätzen, sondern ist auch noch durch Hinweise auf Seiten von Fluggesellschaften, Outdoor-Kleidungs-Onlineshops oder Reisebüros präsent. Mit Hilfe eines Affiliate-Programms besteht damit die Möglichkeit, „virtuelle Filial-Netzwerke“ aufzubauen, die ihre Produkte und Dienstleistungen auf ihren Websites mit anbieten und verkaufen. Die Partner werden somit direkt in den tatsächlichen Vermarktungs- und Verkaufsprozess einbezogen. Das bestechende am Affiliate Marketing ist, dass die Vergütung der Affiliate Partner immer an ein bestimmtes Resultat gekoppelt wird. Die Kosten für diese neue Form des Marketings sind somit rein erfolgsorientiert. (vgl auch: „Einführung ins Affiliate Marketing„). Gute Beispiele für Vermittlier zwischen Affiliate und Merchant sind zanox oder affilinet.
  • Banner: Banner oder Werbebanner sind eine Form der Internetwerbung. Die Werbung wird dabei als Grafik- oder Flashdatei (normalerweise im GIF- oder SWF-Format) in die Website eingebunden. Banner verweisen dann mittels Hyperlink auf die Website des Werbenden. Als Standardformat hat sich in den letzten Jahres das Leaderboard mit 728 x 90 Pixeln etablieren können (siehe „electronic media report„, Seite 11), doch es gibt auch noch viele andere mögliche Grössen. (vgl auch: Wikipedia)
  • Conversion Rate: Mit der Conversion Rate kann man die Wirtschaftlichkeit einer Aktion (z.B. Werbebanner) messen. Die Conversion Rate entspricht dem Verhältnis zwischen der Zahl der Besucher einer Website (z.B. eine Landingpage, die via Werbebanner erreicht wird) und der Zahl derjenigen Besuchern, die auf der Landingpage eine Aktion auslösen (Kauf tätigen, Formular ausfüllen etc pp). Beispiel: Eine Conversion Rate von 10% sagt aus, dass von 100 Besuchern 10 eine Bestellung getätigt haben) und ist damit essentiell, um Verpuffungen im Marketing zu vermeiden. (vgl auch: SEO Lexikon)
  • Click-Through-Rate: die Click-Through-Rate (oft auch abgekürzt mit CTR) ist das Verhältnis zwischen Klicks auf eine Website und der Anzahl Impressionen (wie ein Banner auf einer Website angzeigt wurde). Die CTR wird in Prozent angegeben – eine CTR von 3% bedeutet, dass 3 von 100 Besuchern, die mit dem Banner Kontakt hatten, auch darauf klickten. (vgl auch: „Click Through Rate (CTR) in der Online Werbung„)
  • Interstitial: Interstials sind eine besondere Werbeform, bei der zwischen zwei Websites eine reine Werbe-Website geschaltet wird. Interstitials unterbrechen den User unabhängig von seinem Verhalten und sind so mit Fernsehwerbungen zu vergleichen. (vgl. auch: „Interstitials“ auf contentmanager.de)
  • http: http ist die Abkürzung für Hypertext Transfer Protocol (dt: Hypertext-Übertragungs-Protokoll) und ist ein Protokoll zur Übertragung von Daten. Der Hauptzweck des http ist es, Webseiten und Daten aus dem World Wide Web in den Webbrowser zu laden. (vgl. auch: Wikipedia)
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  • Lead: Ein Lead (hier ist nicht ein Einleitungssatz in einem Schriftstück gemeint) ist ein potenzieller Kunde mit Kaufabsichten. (vgl. auch: Wikpedia)
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  • Performance Marketing: Performance Marketing oder leistungsunabgängigges Marketing ist ein erfolgsabhängiges Marketing-Modell, das heisst, man vergütet CPX (im Online-Marketing zum Beispiel Costs per Click). Das Performance-Marketing für alle Beteiligten die fairste Form der Internet-Werbung, da für den Werbetreibenden keine unkalkulierbaren oder gar ungerechtfertigte Kosten entstehen. Er bezahlt nur für tatsächlich erbrachte Dienste. (vgl auch: Wikipedia)
  • Search Engine Marketing: Search Engine Marketing (SEM) oder auf deutsch Suchmaschinenmarketing umfasst alle Massnahmen zur Vermarktung einer Website über Suchmaschinen. Mit (sponsored) Links oder Verbesserung des Pageranks wird dafür gesorgt, dass die Suchmaschinen mittels relevanten Begriffen die Website schnell findet und weit oben auflistet. (vgl. auch: Online Marketing Wiki)
  • Viral Marketing: Mit Viral Marketing bezeichntet man Techniken, um eine epidemie-mässige Ausbreitung einer Werbebotschaft zu erreichen. Dabei soll die Werbebotschaft bestimmte Zielgruppen besonders ansprechen. Mit dem Prinzip der Mund-zu-Mund-Propaganda (Word of Mouth) dahinter, kann es ein sehr erfolgreiches Marketing-Instrument sein – jedoch riskiert man dabei gleichzeitig eine unkontollierbare Weitervernbreitung, was positiv oder auch unerwünschte Nebeneffekte mitführen kann. Beliebte Viral-Marketing-Komponenten sind kurze Online-Videos (z.B. auf YouTube). (vgl. auch 15. Viral Marketing oder abseits.de)
  • OMD: OMD ist die Abkürzung für die Online Marketing Düsseldorf, eine jährlich stattfindende Fachbesucher-Messe mit digitalem Marketing als Themenschwerpunkt. (vgl. auch Wikipedia)
  • Consumer Generated Advertising (CGA): Mit dem Web 2.0 werden nicht nur die Texte und Inhalte durch die Benutzer selbst erzeugt (User Generated Content), auch die Werbung lässt sich durch Kunden produzieren. brand eins erklärt uns (vgl auch: brand eins „Marketing-Kolumne – Jeder kann Werbung„):

Consumer Generated Advertising (CGA) heisst das neue Ding in der Werbung. Die Idee: Wenn sich der Verbraucher im Internet bereits als Kreativer in eigener Sache austobt, kann man ihn auch als Produzenten von Werbekampagnen einsetzen. Das spart Geld und bringt ebenso Aufmerksamkeit wie Kontaktadressen. Statt Geld für Storyboards und Filme von Verbrauchern zu zahlen, veranstalten die Hersteller lieber Preisausschreiben, bei denen allein Öffentlichkeit zu gewinnen ist.

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Dieser Artikel wurde am 04.Oktober 2007 von xeit gmbh geschrieben.

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