Versaute Blogs?


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Der Artikel «Unmoralische Angebote» von Barnaby Skinner, erschienen in der Sonntagszeitung vom 24.12.2006, stimmt nachdenklich…

Zwei Blogger (Blogging Tom und Leu Mund) hatten in einem Experiment (!) bezahlte und als solche gekenntzeichnete Beiträge von der Vermittlungsagentur trigami in ihren Blogs geschaltet, gleichzeitig hatte neuerdings.com im Adventskalender als Gewinnmechanismus dazu aufgerufen, für ein Produkt (sakku) Werbung zu betreiben. Der Journalist riecht den Braten und macht daraus eine grosse Story.

Meine Meinung (ich erhebe nicht den Anspruch, dass die jmd interessiert):

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  • grundsätzlich ist die entfachte Debatte angebracht (bezahlte vs unbezahlte Beiträge in Blogs). Andere Services wie PayPerPost und ReviewMe experimentieren schon eine ganze Weile damit.
  • der Journalist Skinner hat m.E. aber schlechte Beispiele (zwei (!) bezahlte und deklarierte Beiträge sowie die Verlosung auf neuerdings) zusammengemixt und daraus einen anklagenden Artikel (auf der falschen Grundlage) gemacht. Das finde ich sehr schlecht. Wenn schon, hätte er sich auf die bezahlten Beiträge in Blogs fokussieren müssen und diesen Trend etwas seriöser ausleuchten sollen. Der Beitrag auf neuerdings.com hat nichts mit bezahlten Beiträgen zu tun. Und er missachtet geflissentlich, dass bei allen alles deklariert und offen gelegt wurde (die Offenheit ist ja das Wichtigste bei den Blogs). Und man darf daher an dieser Stelle niemals von Schleichwerbung sprechen.
  • Ich finde: bezahlte Beiträge gehören nicht in private Blogs. Wenn, dann eher in dafür geschaffene Gefässe (da schliesse ich mich der Meinung von monoblog an). Bin aber gespannt über die weitere Diskussion und die Entwicklungen. Dieser Beitrag vom Bugsierer ist ja auch nicht gerade super… aber einige interessante Aspekte werden beleuchtet, auch wenn etwas in (zu) schäumender Sprache.
  • Schlussendlich geht es um Glaubwürdigkeit. Ob bezahlte Blogbeiträge der Glaubwürdigkeit schaden, das werden die User mit ihren Zugriffen oder eben Nicht-Zugriffen entscheiden. Von daher glaube ich an die selbstregulierende Marktmacht.
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Dieser Artikel wurde am 27.Dezember 2006 von Simon Künzler geschrieben. Simon Künzler ist Mitbegründer und Managing Partner bei xeit. Er ist zudem Dozent an diversen Schulen, leitet Workshops und hält Referate. Seine Steckenpferde sind z.B. Social Media, Search Marketing (SEO/SEA), E-Mail-Marketing, Landing Pages, und, und, und...

Kontaktieren Sie mich unter +41 44 240 15 06 / simon.kuenzler@xeit.ch

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