Neue Ergebnisse der Kommtech-Studie zu den digitalen Gewohnheiten der SchweizerInnen


| 5 Kommentare

Die dritte Kommtech-Studie befragt Haushalte zu ihren digitalen Besitztümern und Gewohnheiten [via Netzticker]

Die Ergebnisse auf einen Blick: Zum Handy

  • In der deutschen Schweiz nutzten vor einem Jahr erst knapp ein Drittel der befragten Personen ein Handy mit eingebauter Organizer-Funktion. Dieses Jahr war es schon mehr als die Hälfte.
  • bereits mehr als die Hälfte aller Handys haben eine Kamera eingebaut. 2004 war dies erst bei 18 Prozent der Fall.
  • Der Anteil von Mobiltelefonen mit eingebautem Radio-Empfangsteil ist von 9 auf 26 Prozent gestiegen. Der Anteil der Handys mit eingebautem MP3-Player hat sich seit 2004 sogar von 3 auf 23 Prozent erhöht.
  • Zwischen dem Besitz dieser Handy-Funktionen und ihrer Nutzung tun sich allerdings Gräben auf: Während schon bald die Hälfte der befragten Personen ein Handy mit Internetzugang besitzt, geben lediglich 3 Prozent an, auch im Internet zu surfen. ?hnlich hoch ist die Diskrepanz zwischen Radio-Empfangsteil und Radiohören mit 26 zu 6 Prozent.
  • Und Fernsehen über das Handy ist fast nicht messbar. Zwar verfügen 6 Prozent über diese Möglichkeit, aber nur gerade 1 Prozent tut dies zumindest gelegentlich.

Die Ergebnisse auf einen Blick: Zum Internet

  • Die Kommtech-Studie stellt schliesslich eine Zunahme der Interent-Breitbandzugänge fest. 45 Prozent der befragten Haushalte ist via ADSL oder TV-Kabel sind ans Web angeschlossen. In Haushalten mit Jungen sind es sogar schon 61 Prozent.
  • Junge nutzen denn auch das Internet weit überdurchschnittlich für den Download von Musik oder von Filmen. Auch Radiohören über Internet ist bei Jungen deutlich beliebter als im Durchschnitt. Allerdings geben nur rund 8 Prozent an, dies mehrmals pro Woche zu tun.
v for vendetta hd

Ich dachte, die Breitbandverbreitung sei höher?

Und so beschreibt die Trend-Agentur Pepper den Sachverhalt:Kids rüsten digital auf

Die digitale Aufrüstung der schweizerischen Haushalte schreitet in hohem Tempo voran. Zu diesem Schluss kommt die aktuelle Kommtech-Studie von IGEM und Publica Data, bei der 2700 Personen aus allen Landesteilen befragt wurden. Bestens ausgerüstet ist die Schweiz schon heute punkto Internet und Mobilkommunikation. Drei Viertel der Bevölkerung haben laut Studie zu Hause Zugriff auf einen oder mehrere PC. 88 Prozent der Rechner sind ans Internet angeschlossen. Bereits zwei Drittel der mit Internet ausgerüsteten Haushalte haben zudem ADSL oder Kabel (Breitband-Nutzung).

Weiter zeigt die Studie, dass in fast 9 von 10 Haushalten Handys vorhanden sind. In jedem fünften Haushalt sind es gar drei bis vier Geräte. Punkto Ausstattung und Nutzung des Mobiltelefons sind Jugendliche und junge Erwachsene die treibenden Zielgruppen. 70 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer bis 24 Jahre haben ein Handy mit Internetzugang, im Durchschnitt aller Altersklassen sind es lediglich 43 Prozent. Noch höher ist der Anteil an Smartphones mit Organizer-Funktionen und eingebauter Kamera. Sehr viele Geräte sind ausserdem mit einem MP3-Player und einem Radio ausgestattet. Das zeigt, dass die Allzweck-Funktionalität heutiger Handys von den Usern tatsächlich gewünscht und genutzt wird.

Dieser Artikel wurde am 29.September 2006 von Simon Künzler geschrieben. Simon Künzler ist Mitbegründer und Managing Partner bei xeit. Er ist zudem Dozent an diversen Schulen, leitet Workshops und hält Referate. Seine Steckenpferde sind z.B. Social Media, Search Marketing (SEO/SEA), E-Mail-Marketing, Landing Pages, und, und, und...

Kontaktieren Sie mich unter +41 44 240 15 06 / simon.kuenzler@xeit.ch

Weitere Posts von

1 Trackbacks/Pingbacks

  1. Pingback: styropor.digital » Blog Archive » Internet-Nutzung via Handy steigt on Dienstag, 24UTCTue, 24 Oct 2006 11:17:25 +0000 24. Oktober 2006

Antworten zum Artikel

  1. drop, 23. Oktober, 2006:

    Kommtech-Studie
    Auch in der Netzwoche Nr. 36 ist ein Auszug dieser Studie zu Lesen mit dem Titel: „Viele haben Webhandys – kaum einer nutzt sie“.
    Die indirekte Frage warum die vielen Funktionen in den Handys nicht reger benutzt werden kann ich folgendermassen beantworten.
    Auch ich besitze mittlerweilen ein Handy mit all diesen Funktionen. Von diesem Funktionsangebot nutze ich folgende Funktionen:
    – Telefonieren
    – SMS-Nachrichten (keine MMS)
    – Terminplaner

    Grund: Ich wollte mir ein Handy mit den Funktionen Telefonieren und SMS kaufen. Mehrere Verkäufer in mehreren Shops (MobileZone, Orange) sagten mir, dass es ein solches Handy zu meinem Abo nicht gibt.
    Von diesem minimal Handy würde ich mir eine Akkulaufzeit von 1-2 Wochen erhoffen.
    Leider wird auf diesen Punkt zuwenig Fokus gelegt. Die Geräte müssen immer mehr Funktionen haben, um im Markt zu bestehen.
    Ich kenne aber viele Leute (auch Kader-Mitarbeiter von Grossfirmen) welche eine längere Akkulaufzeit vor vielen Funktionen vorziehen.
    Des weiteren kommt dazu, dass einige Hersteller mit der Terminplaner-Funktion und Abgleich zu Outlook immer noch Probleme haben. (Stichwort: Termine über Mitternach, Serientermine)

    Gruss drop

  2. Simon Künzler, 23. Oktober, 2006:

    Hallo drop, danke für dein interessantes Feedback. Die Diskussion um Handys mit minimalstem Funktionsumfang ist schon alt (http://www.teltarif.ch/arch/2002/kw39/s1487.html, http://www.mobi-click.com/PRESS_RELEASE_ITU_GENEVA_DEUTSCH.htm), aber nicht minder aktuell.

    Der Prepaid-Discounter yallo bietet im Abo meines Wissens die wesentlichen Funktionen Telefonieren und SMS an und ist m.E. die konsequente Reaktion auf dein Bedürfnis, das du offensichtlich mit vielen anderen teilst. Meines Wissens bietet yallo auch günstige Handys an, die eben nur über diese beiden Grundfunktionen \“Telefonieren uns SMS\“ verfügen.

    Das Problem des steigenden Akkubedarfs bei steigendem Funktionsumfang kenne ich. Und die Krux ist, dass die Entwicklung der Akkus hinterherhinkt. Daher besteht m.E. ein grosser Markt für die mobile Energieversorgung der \“Always-On-Gesellschaft\“. Achtung, jetzt Schleichwerbung: mit der \“sakku Solartasche\“ (http://www.sakku.ch) reduzieren sich diese Probleme ;-).

    Und das Problem der Synchronisation von Terminen mit dem PC… Eine unendliche Geschichte… Die Software ist auch oft buggy, so auch bei meinem Nokia 6680. Aber wenn es funktioniert: sehr komfortabel 😉

  3. Simon Künzler, 5. Dezember, 2006:

    Weitere interessante Zahlen sind im ebenso interessanten Artikel von Frau Fagetti auf tagblatt.ch (http://www.tagblatt.ch/index.php?artikelxml=1264470&ressort=tagblattheute/hintergrund&jahr=2006) erschienen.

  4. Simon Künzler, 5. Dezember, 2006:

    Weitere gute Infos hier: http://www.mpfs.de/index.php?id=86

Schreiben Sie einen Kommentar

Wir freuen uns über jeden Kommentar und sind sehr an einem offenen Dialog interessiert. Allerdings moderieren wir die Kommentare und behalten uns vor, beleidigende oder offensichtlich für die Suchmaschinenoptimierung abgegebene Einträge zu editieren oder gar zu löschen.