Archive for August, 2006

Schöne Viral-Lösungen nach dem gleichen Prinzip

Donnerstag, August 31st, 2006

philipscheerleaders
«Schöne» Lösung von Philips. Zielgruppe: wohl eher männlich… Die Grossbotschaft findet sich auf den T-Shirts der Chearleaders. [ via namics ]

weddingcrash
Oder die «crashbare» Version für den Kinofilm «Wedding Crashers». Per Bild-Upload wird das eigene Konterfei im Trailer abgespielt. [ via onlinereport ]

cardonice
Und der Klassiker von futurecom: «Card On Ice». [ via onlinereport ]

budlightmakingfaces
Ähnlich wie die Crash-Version vom Kinofilm die Lösung «Making Faces» von Budlight. Dieses Prinzip gibt es natürlich schon ne Weile… (auch schon viele andere vor meinem alten Blogeintrag im 2004).

monkemail
Oder auch die bereits beschriebene «Monk-e-mail» von careerbuilder.com (inkl. Case Study)

Interessant an all diesen Lösungen ist aber, dass es immer wieder neue Anwenungen gibt.

Markteinführung exklusiv übers Internet

Donnerstag, August 31st, 2006

g5coupe

Pontiac macht ein «radikales Experiment»: Das neue G5 coupe wird zu hundert Prozent via Online-Werbung im Markt lanciert. Interesssanterweise soll die Lancierung auch 60 bis 70 Prozent weniger kosten als eine klassische Markteinführung…

Interessanter Artikel von AdAge über das Experiment und allgemeine Entwicklungen in der Automobil-Industrie bezüglich Allokation von Werbebudgets.

[ via futurecom ]

zyb keeps your mobile data save…

Donnerstag, August 31st, 2006

Back Up Your Mobile! Online!

zyb

ZYB is an easy way to backup your mobile while allowing you to share and manage important data. No wires, no software, no hassles. It’s free and easy and it takes less than a minute to get started. With ZYB you can sync your contact lists and your calendar wirelessly at any time you like, practically anywhere in the world. ZYB works over most types of networks and does not require installation of any proprietary software on the mobile itself.

Herrlich. Und wieder mal «beta». Und gratis… Wenigstens die Basisversion.

[ via mysys.ch ]

Von Mäusen, Handarbeit und Multitouchscreens…

Dienstag, August 29th, 2006

Die Kinder meiner Kinder werden wohl kaum mehr wissen, was denn eigentlich Mäuse sind… Weil es echte Mäuse wegen der Umweltverschmutzung nicht mehr gibt, und sie Computermäuse nur vom Besuch im Museum kennen…

Der New Yorker Computerwissenschaftler Jeff Han sorgte schon im Frühling für Furore:

Jetzt zeigt er ein bisschen genauer, wie’s geht und was möglich ist:

Hammer! Vielleicht wissen die Kinder meiner Kinder wenigstens wieder, was Handarbeit bedeutet ;-)

«52 Prozent aller Frauen sind nun regelmässig im Internet unterwegs, bei den Männern sind es 69 Prozent.»

Dienstag, August 29th, 2006

[ via netzwoche.ch ]
Die guten Nachrichten laut der neuen MA Net (2. Welle):

  • Der WNK (weiterer Nutzerkreis) ist ggü. der letzten Untersuchungswelle auf über 4,16 Millionen angestiegen (71.8 % der CH-Bevölkerung)
  • «Im engeren Nutzerkreis (ENK = die Befragten benutzen das Internet mehrmals wöchentlich) ist der Anteil der Männer im Vorjahresvergleich um 8 Prozent gewachsen, jener der Frauen sogar um 11 Prozent.»
  • «52 Prozent aller Frauen sind damit nun regelmässig im Internet unterwegs, bei den Männern sind es 69 Prozent.»
  • «Rund drei Viertel der Bevölkerung verfügt mittlerweile über einen Internetzugang zuhause.»
  • Die Zahl der Nichtnutzer hat um 10% abgenommen.

Die schlechte Nachricht:

  • Die Zahl der Nichtnutzer macht aber noch immer rund ein Fünftel der Schweizer ab 14 Jahren aus.

Aber so schlimm ist das doch gar nicht, oder? ;-) . Eigentlich überwiegt die positive Entwicklung. Fragt sich noch immer wie lange es dauern wird, bis die Herren und Damen bei der Allokation ihrer Marketing- und Werbebudgets neue Wege gehen werden. Mit neuen Schwerpunkten ;-) .

Nachtrag 31.8.2006. Interessant auch: [ via futurecom ]

… es ist vorallem die kaufkräftige Bevölkerung online. So haben primär die gut gebildeten, gut verdienenden, arbeitstätigen und eher jüngeren Konsumenten eine überdurchschnittliche Affinität zum Internet. Eigentlich genau die Zielgruppe, von der jeder Werbetreibende träumt. Erstaundlich dabei ist nur, dass in der Schweiz (auch im restlichen Europa) keine 2% der Werbeausgaben in dieses Medium fliessen. Mit einer Tagesreichweite von über 50% und einem Anteil von bis zu 20% der täglichen Mediennutzung, erstaunt das doch sehr.

Den WEMF-Report gibt’s hier als PDF.

«Das Internet macht Appetit auf Medien und wird Bücher, Radio oder Fernsehen daher nicht ersetzen….»

Montag, August 28th, 2006

… sagt (oder behauptet?) Frau Marissa Mayer, Geschäftsführerin bei google, im Interview mit der britischen Zeitung Guardian.

googleTV

Sie appelliert an die Fernsehindustrie, die Suchmaschine Google nicht als Bedrohung sondern als Chance zu sehen. Durch das neue Medium könne Fernsehen noch populärer werden.

Hmm… Schauen wir mal, ob die Aussage auch noch in 50 Jahren zutrifft …

[ via pressetext.at ]

Einsatz von Blog-Marketing für die Promotion des Kinofilms «Snakes On A Plane»

Donnerstag, August 24th, 2006

[ via prblogger.de ]

Schöne Case-Study zur Macht – und Wirksamkeit – der Blogs für das Marketing.

Ja, Blogs haben Relevanz für das Marketing ;-)

Video hält Einzug auf Auktionsplattformen

Donnerstag, August 24th, 2006

[ via ecin.de ]

Wer zukünftig bei Auktionen beispielsweise nicht nur Bilder, sondern auch Videos zu Produkten zur Verfügung stellen möchte, kann das nun über eine unabhängige, kostenlose Plattform. Bitclix.de nennt sich die Site und macht sich für selbst gedrehte Filme der Anbieter stark, die dann hochgeladen werden und bei eBay beispielsweise mittels automatisiertem Player-Code auf das Video verweisen.

Die erhöhte Wirksamkeit personalisierter E-Mail ist bewiesen.

Donnerstag, August 24th, 2006

postfutereindex
[ postfuture.com ]

eMail-Marketing verbucht Erfolge durch Personalisierung und stärkere Orientierung am Kundenverhalten.

Personalisierung und die Anpassung an das Kundenverhalten bringen grosse Vorteile im Bereich eMail-Marketing. Diese Erkenntnisse liefert der von Harte-Hanks zusammengestellte Postfuture Index für das erste Halbjahr 2006. Ausgangsmaterial der Studie waren 4300 eMail-Kampagnen in 13 verschiedenen Industriezweigen. Untersucht wurden unter anderem Zustellungs-, Lese-, Click-Through- und Opt-Out-Raten. Sowohl Marketing- als auch Transaktions-eMails wurden berücksichtigt.

Mit 167,7 Prozent liegt die Restaurant-Branche bei den Leseraten an erster Stelle. Der Wert von über 100 Prozent wird durch mehrmaliges Öffnen oder Weiterleitung von eMails erzielt. Mit 57,5 Prozent ist hier auch die beste Click-Through-Rate zu finden. Die niedrigsten Leseraten weist mit 35,3 Prozent der Einzelhandel auf, während der Automobilsektor die niedrigsten Click-Through-Raten verzeichnet.

Die Anpassung der eMails an das tatsächliche Verhalten der Kunden könne zu grossen Erfolgen führen, meint Richard Merrick von Harte-Hanks. So verbuchte ein grosser Einzelhändler 74,2 Prozent Leserate, eine Click-Through-Rate von 24,1 Prozent und senkte gleichzeitig noch seine Opt-Out-Werte auf 0,1 Prozent. Auch die Nutzung von eMail zur Warenempfehlung sei sehr wirksam. So erzielten solche eMails eine durchschnittliche Leserate von 148,8 Prozent und 20,4 Prozent Click-Through-Rates.

[ via ecin.de ]

Schwierig nur, dass viele Marketers unter «Personalisierung» eine persönliche Anrede verstehen (Grüezi Herr Künzler …) und nicht individualisierte Inhalte, die sich auf das Interessenprofil oder gar das Klickverhalten aus der Vergangenheit referenzieren…

Consumer-Generated-Content beeinflusst Kaufentscheidungen

Donnerstag, August 24th, 2006

Schon lange bevor der Begriff «Web 2.0» in der Welt der Internet- und Marketing-Welt umhergeisterte, gab es Konsumentenplattformen, auf denen sich Konsumenten über Produkte und deren Qualität ausliessen und die Ware der Anbieter bewertet haben. Beispiele? Es gibt viel, ciao.de ist nur eines.

Dass aber Consumer-Generated-Content relevant für die Kaufentscheidung und damit relevant für das Marketing ist, beweisen die Marktforscher von Jupiter Research mit vier neu veröffentlichten Studien. Darin gewinnen sie unter anderem diese grundlegende Erkenntnis:

jupiterusergeneratedcontent

So kam heraus, dass die kundengenerierten Inhalte eine positive Wirkung auf die Kaufentscheidungen anderer Kunden habe und das diese Welle des Kunden-Feedbacks die Zukunft aller Online-Geschäfte verändern werde. Dabei machen sich die Kunden über Blogs, Reviews, User-Groups oder Foren bemerkbar ?? immer unter der Voraussetzung, dass auch andere Kunden die Meinungen sehen und darauf eingehen können.

Und hier die wesentlichen Ergebnisse der vier Studien:

[ tw. via ecin.de ]

Den interessanten Podcast von Jupiter zu diesem Thema und diesen Studien gibt es hier.

Alles sehr interessant!

Ein konkretes Beispiel vielleicht?

sakku, die Solartasche mit integrierten flexiblen Solarzellen zum Aufladen von Handys etc., setzt komplett auf diese Strategie. Im Product Blog können Käufer der Tasche ihre Erlebnisse, Erfahrungen aber auch Kritiken direkt und ungefiltert via E-Mail oder MMS, persönlich oder anonym, anbringen.

Dies führt dazu, dass unter anderem ein eigentlicher Wettbewerb zwischen den Kunden angezettelt wurde, wer nun das beste Bild an der aussergewöhnlichsten Location veröffentlicht. Beispiele:

Aber auch kritische Anmerkungen sowie hilfreiche Empfehlungen und Ideen (Beispiel hier) werden im Product Blog von den Konsumenten platziert.

sakkublog

Vorteile:

  • Die Macher kommentieren zusammen mit anderen Usern die Beiträge und erhalten so wertvolle «Consumer Insights» sowie Anstösse für Optimierungspotenziale
  • Bei den Kunden steigt das Involvement: sie haben plötzliche ein direktes Sprachrohr und können sich mitteilen.
  • Und Interessierte können sich im Blog informieren. Die Marke und das Produkt wirken sehr glaubwürdig.

Nachteile:

  • Es ist ein hoher Administrationsaufwand verbunden. Beiträge müssen gemonitort, z.T. auf Wunsch des Beitragsleistenden angepasst werden. Und natürlich auch kommentiert werden. Das ist eigentlich kein wirklicher Nachteil, sondern eher eine Konsequenz – und eigentlich eine angenehme und interessante Arbeit, die aber aber eine gewisse Konsequenz und Kontinuität verlangt. Auch müssen die Prozesse und Rollen innerhalb des Macher-Teams klar definiert sein
  • Die Konkurrenz liest mit…! Und erhält ebenfalls wertvolle Informationen für mögliche Unterscheidungsmerkmale (was z.B. bei der sakku Solartasche noch fehlt), die beim eigenen Produkt dann implementiert und/oder in der Kommunikation akzentuiert wird.

    Unter dem Strich lohnt sich aus Sicht der Macher bis jetzt diese Consumer-Generated-Content-Strategie. Sehr.